Junges Gemüse geht in die nächste Runde: Deutscher Engagementpreis

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Wir sind  im Rennen um die bundesweite Auszeichnung für freiwilliges Engagement!

Das Projekt Junges Gemüse ist für den Deutschen Engagementpreis 2016 nominiert und geht als Gewinner des Preises des Lions Club Dresden Agenda 21 ins Rennen um den Preis der Preise für freiwilliges Engagement. Der Einsatz für die Schaffung offener und niedrigschwelliger Angebote im Bereich Umweltbildung für Kinder erfährt durch diese Nominierung eine besondere Anerkennung.

Unser Projekt hat nun die Chance bei der feierlichen Preisverleihung des Deutschen Engagementpreises am 5. Dezember 2016 in Berlin ein weiteres Mal geehrt zu werden. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner der fünf Kategorien Chancen schaffen, Leben bewahren, Generationen verbinden, Grenzen überwinden und Demokratie stärken warten Preisgelder in Höhe von je 5.000 Euro. Eine Experten-Jury bestimmt die Preisträgerinnen und Preisträger dieser Kategorien. Alle anderen Einreichungen stehen ab dem 19. September für sechs Wochen zur öffentlichen Online-Abstimmung über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis.
Wow, was für eine Ehre!

Die Gärten sind bunt, das ganze Jahr!

In der Johannstadt wird ab Januar 2016 eine Erstaufnahmestelle eingerichtet. Höchstwahrscheinlich entsteht ein Containergebäude, in dem Menschen aus aller Welt untergebracht werden.

Zum Glück hat sich vor kurzem das Netzwerk „Willkommen in Johannstadt“ gegründet, in dem auch VertreterInnen aus den Gemeinschaftsgärten sitzen. Hier soll es darum gehen, die Menschen mit der Stadt vertraut zu machen, ihnen dabei zu helfen sich zu orienieren und willkommen zu fühlen.
Ja, wir als Gärten können auch einen Teil zur Willkommenskultur beitragen. In einigen Projekten wird das ja schon ganz selbstverständlich realisiert – sei es im Golgi-Park Hellerau oder bei den Internationalen Gärten und bald auch im Gemeinschaftsgarten Gorbitz.

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Ein schöner Jahresabschluss – UJA!

Draußen wird es langsam ganz schön grau und die Tage werden kürzer.
Zeit für uns Gemeinschaftsgärtner_innen, mal in uns zu gehen, das Jahr zu reflektieren und nebenbei organisatorische Vereinsfragen zu diskutieren.

Letzten Sonntag, den 15.11. kamen wir alle im Kulturtreff Johannstadt zusammen, angereist mit Fahrrad, umgeschnalltem Baby und selbstgebackenem Kuchen.

Ein feiner Sektempfang leutete diesmal unsere Runde ein, ja, es sollte auch ein Tag des gegenseitigen auf die Schulter Klopfens werden. Was wir dieses Jahr alles geschafft haben, wurde in den folgenden, humorvoll aufbereiteten Vorträgen deutlich. Weiterlesen

Feiern: Junges Gemüse erhält Preis beim Lokale Agenda 21 Wettbewerb

Am Freitag den 23.10.2015 legten wir aus gegebenem Anlass unsere dreckigen Gartenklamotten ab und warfen uns in Schale. Das Projekt „Junges Gemüse“ wurde nämlich an diesem Abend für sein Engagement ausgezeichnet.

Der Preis des Lions Club Dresden Agenda 21 würdigt unter dem Slogan »Think global – Act local« Projekte, die der Lebenssituation in unserer Stadt nachhaltig positive Impulse verleihen. Eine echte Ehre für uns.

Quelle: http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Vereine-fuer-Bildungsarbeit-und-Nachhaltigkeit-praemiert

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Was geht so in Deutschlands Gemeinschaftsgärten? – Das Urban Gardening Summercamp 2015 in Leipzig

5 Dresdener GärtnerInnen (Philip, Urte, Sebastian, Steve und Julie) haben sich auf den Weg nach Leipzig gemacht, um sich dort mit GemeinschaftsgärtnerInnen aus ganz Deutschland über Erfahrungen auszutauschen.

Organisiert wurde das ganze von der Stiftungsgemeinschaft Anstiftung & Ertomis und dem Gemeinschaftsgarten Annalinde aus Leipzig.

Am Freitagabend gab es die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre bei einer leckeren Gemüsesuppe (deren Zutaten fast vollständig aus der Gärtnerei von Annalinde kamen) die TeilnehmerInnen des Summercamps kennen zu lernen und Geschichten/Erlebnisse auszutauschen. So hörten wir vom Berliner Gartenprojekt „Himmelbeet“, dass es dort ein verpackungsarmes Café gibt, dessen Ziel es ist, zu zeigen, dass Gastronomie auch mit sehr wenig Müll funktionieren kann. Oder vom Hamburger Projekt „Gartendeck“, wie es politisch agiert, um geplante Bauprojekte, die das Fortbestehen des Gartens gefährden, zu verhindern.

Am Vormittag des zweiten Tages konnten wir uns in drei Stationen die verschiedenen Projektflächen von Annalinde anschauen. Hier sind konzeptionelle Profis am Werk. Neben einem Gemeinschaftsgarten gibt es auch eine Gärtnerei. Für die Zukunft gibt es große Pläne: auf einer Fläche am alten Bahnhof Plagwitz soll eine Art Waldgarten entstehen. Ein ganz besonderes Habitat für viele Tier- und Pflanzenarten mitten in der Stadt voll mit Obstbäumen und Raum zum Natur erleben und entspannen.

Der Nachmittag stand ganz unter dem Motto Vernetzung und zwar einer ganz neuen Art. Die Anstiftung unterstützt nicht nur Gemeinschaftsgärten, sondern auch offene Werkstätten. Die Idee ist nun, im nächsten Jahr ein gemeinsames Summercamp zu organisieren, denn im Prinzip gibt es da viele Schnittstellen. In Werkstätten wird viel gebaut und gewerkelt, doch oft fehlt ein Ort für die Projekte und Gärten haben Platz und auch Bedarf an Installationen und Bauprojekten, jedoch fehlt das Know-how und die Technik. Beim Zusammenführen der beiden Bereiche könnten wunderbare Synergien entstehen, die sowohl uns als auch den Werkstätten das Leben versüßen.

Dieses Jahr findet in Dresden das DIY-Festival 2015 aka. Vernetzungstreffen des Verbund Offener Werkstätten e.V. statt und da fanden wir uns berufen, mal einen Kontakt herzustellen und vielleicht schon erste gemeinsame Workshops und Aktionen zu planen. Wir halten euch auf dem Laufenden. Wenn ihr Interesse an dem Thema habt und mitwirken wollt, meldet euch bei email hidden; JavaScript is required.

Am Sonntag Vormittag gab es dann noch ein paar von GärtnerInnen organisierte Workshops zu den Themen Gärten und Politik, Pressearbeit, Bildung und Vernetzung.

Das Team von Annalinde hat sich im Bezug auf die Kulinarik (ja so muss man das nennen, denn einfach nur Essen war das nicht) richtig ins Zeug gelegt. Da wir aber alle viel weniger verputzt hatten als geplant, war am Sonntag noch so viel Essen übrig, dass kurzer Hand Flüchtlinge aus der benachbarten Erstaufnahmestelle eingeladen wurden, mit uns zu essen und zu entspannen.

Um 13.30 trudelten dann etliche glückliche Gesichter bei uns ein, die sichtbar gerührt waren, als sie sahen, dass es hier einen Ort gibt, an dem sie sich einfach mal mit einem kühlen Getränk und einer leckeren Pizza á la Annalinde niederlassen und entspannen können. Es wurde viel gelacht und sogar getanzt.

Mit dem warmen Gefühl im Bauch, dass Gärten so ein wundervoller Ort der Begegnung sein können und es noch so viel Potential gibt für zukünftige Projekte und Kooperationen, fuhren wir mit dem Zug nach Dresden, um am Abend ganz gartenpraktisch zu gießen und dabei zu träumen.

Eine andere Stadt ist pflanzbar! Yeah.