UFER-Projekte Dresden e.V.

Urbane Freiräume Erschließen Ressourcen

Zusammenleben stärken, Stadtleben bereichern
Ökologisches Bewusstsein verändern
Politische Bewegung
Eine andere Stadt ist pflanzbar!

Der Verein UFER-Projekte Dresden e.V. will gemeinsam mit allen interessierten Menschen Gemeinschaftsgärten im urbanen Raum aufbauen, betreiben, fördern und unterstützen.

In diesen können Nutzpflanzen angebaut, gemeinschaftliches Miteinander ausprobiert, voneinander gelernt, eine Selbsthilfewerkstatt betrieben werden und vieles mehr. Ein Gemeinschaftsgarten soll ein Ort der Begegnung bei gemeinsamen Festen und Kulturveranstaltungen sein und ein Forum für die sozialen und ökologischen Projektideen der Nachbarschaft werden. Er soll das demokratische Engagement der Menschen stärken und ein tolerantes und gleichberechtigtes Miteinander schaffen.
UFER steht für die Schaffung von urbanen Freiräumen, um die Nutzung andernfalls brachliegender Ressourcen im städtischen Raum zu ermöglichen. Das können freie Flächen selbst wie auch die Kreativität und der Gestaltungsdrang der Stadtbewohner sein.

Wir glauben, dass in urbanen Gemeinschaftsgärten auf vielfältigen Art und Weise zukunftsfähige Lebensweisen ausprobiert und vorgelebt werden. Das Vorhandensein gestaltbarer Räume in der Stadt ist eine Grundbedingung, um gemeinsam Antworten auf die Frage zu entwickeln, wie wir die immer dinglicher werdenden Krisen unserer Kultur meistern können.

Die vielfältigen Potenziale urbaner Gärten, zu diesen Antworten beizutragen, haben wir in in den folgenden Absätzen und in dieser Präsentation zusammengestellt.

Zusammenleben stärken, Stadtleben bereichern:

Das gemeinsame und eigenständige Gestalten und Nutzen eines Gartens stärkt das bürgerschaftliche und basisdemokratische Engagement der Menschen und wirkt so positiv auf die Beteiligten und ihr Umfeld zurück. Gärten sind so Orte jenseits der Grenzen des Privaten zum Tätigsein in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft. Als Begegnungs- und Betätigungsräume fördern Gärten Integration, Selbstständigkeit und die Entstehung sozialer Netzwerke. Sie sind Orte des toleranten Zusammenlebens und -wirkens verschiedenster Menschen (durch alle Generationen, Einkommensschichten, Berufe, Einstellungen, Lebensentwürfe, Religionen, …). Da sie nicht an die ökonomische Verwertungslogik angebunden sind, bietet sich Freiraum für grundlegende Lebensbedürfnisse wie soziale Kontakte und die Verwirklichung von Ideen für alle interessierten Menschen. Durch die Begrünung und Belebung von Brachflächen können Gemeinschaftsgärten die Lebensqualität im Stadtteil erhöhen.

Ökologisches und Gesundheitliches Bewusstsein verändern

Im Gemeinschaftsgarten wird (altes & neues) Wissen mit Nutz- und Zierpflanzen praktisch erfahrbar gemacht sowie ein nachhaltiger und respektvoller Umgang mit Pflanzen und Tieren gelebt. Über die Beschäftigung mit dem Anbau von Obst und Gemüse kann in weiterführenden (Bildungs-)Angeboten das Bewusstsein über gesunde Ernährung vergrößert werden.
Ein paar dieser Angebote lassen sich in den Dresdener Gemeinschaftsgärten bereits finden. So die Veranstaltungsreihe Seitentriebe im Bereich lebenslanges Lernen und das „Junge Gemüse“ als Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche in Gemeinschaftsgärten. Hier wird das nötige Wissen für das aktive Handeln und Gestalten von Gemeinschaftsgärten auf Augenhöhe und mit Schwerpunkt auf die Praxis vermittelt. Spielerisch erlernt so Jung und Alt die Kreisläufe der Natur wieder bewusst wahr zu nehmen und zu nutzen.

Politische Bewegung

Selbstversorgung stellt einen wichtigen Aspekt urbaner Gärten dar, da Lebensmittel von den Verbrauchern selbst hergestellt und verwertet werden. Durch das Erlernen und Praktizieren der regionalen (Selbst-)Versorgung können Energie und Ressourcen gespart werden sowie die soziale und ökologische Ausbeutung anderer Länder im Zuge globalisierter Produktionsprozesse reduziert werden.
Zudem geht es in Gemeinschaftsgärten um ein unkommerzielles Zusammenleben und -arbeiten, welches Freiräume und Betätigungsmöglichkeiten jenseits von Verwertungslogiken öffnet. Partizipation und aktive Gestaltung des eigenen Lebensumfelds in einem Gemeinschaftsgarten zu leben, wirft natürlich auch politisch relevante Fragen größeren Kontextes auf. Wem gehört die Stadt, wer macht die Stadt? Wer entscheidet, welche Entwicklung unser Stadtteil nimmt, und wie kann ich an solchen Entscheidungsprozessen beteiligt sein?

„Eine andere Stadt ist pflanzbar!“

Daher tritt der Verein darüber hinaus auch als Initiator und rechtlicher Träger des Gartennetzwerks Dresden auf. Nach dem Motto „Eine andere Stadt ist pflanzbar“ vernetzen sich als Ausdruck dieser Bewegung zahlreiche urbane Gartenprojekte in Dresden, um gemeinsam Anliegen und Themen zu kommunizieren, projekt- und standortübergreifend von einander zu lernen und sich zu unterstützen. Darüber hinaus können sich die Gemeinschaftsgärten so als Ansprechpartner sowohl für interessierte Bürgergruppen auf der Suche nach Flächen als auch für öffentliche Stellen im Dialog mit Bürgern darstellen. Wir streben an, unsere Kompetenz als eine solche Schnittstelle zu vertiefen und in der Praxis neuen Projekten ins Leben zu helfen wie auch bereits bestehende langfristig zu etablieren.
Mehr zum Netzwerk unter http://www.dresden-pflanzbar.de/