Besuch aus Dresdens Klima-Partnerstadt

Letzte Woche hatte die Strieskanne hohen Besuch! Der 2. stellvertretende Bürgermeister von Brazzaville/ Kongo, Emma Clesh Atipo Ngapi, war zusammen mit der Direktorin für urbane Landwirtschaft und Ernährung, Ines Diandaga, und dem Beauftragten für Klimafragen, Borel Leyono, am 25.09.2023 bei uns zu Gast. Die Delegation aus Brazzaville war im Rahmen der Kommunalen Klimapartnerschaften nach Dresden gereist und hat sich zu verschiedenen Klima-, Umweltbildungs- und Gartenbauthemen Einrichtungen und Orte der Stadt Dresden angeschaut. Der neue Gemeinschaftsgarten in der Geisingstraße in Striesen war das letzte Ziel der Reise der kongolesischen Städtepartner:innen. Im Gespräch ging es u.a. um die Frage nach der Ausrichtung der Gemeinschaftsgarteninitativen in Dresden und dem Vergleich mit ähnlichen Projekten in Kongo. Es wurde aber auch genascht und gelacht – vielleicht der Anfang eines äußerst spannenden Austausches!

Text: Ulrike Schleinitz Fotos: Tamara Karp

Die ersten Strieszwerge auf der neuen Fläche

Am vergangenen Donnerstag haben sich die Strieszwerge zum ersten Mail auf der neuen Fläche. Gemeinsam haben wir ein Igelhaus gebaut und einen passenden Standort ausgesucht. Wir hoffen, dass bald ein Igel in unser Igelhaus einzieht. Falls ihr Lust habt die Strieszwerge kennenzulernen: Das nächste Treffen findet am 28.09. ab 16 Uhr in der Strieskanne statt. 

Vielen Dank an Sarah fürs Organisieren und Jenny für die Fotos!

Vom Umzug bis zur Eröffnung

Seit diesem Frühjahr wächst die Strieskanne 2.0 auf der neuen Fläche in der Geisingstraße. Vieles ist seitdem passiert, die Brachfläche grünt und blüht und viele weitere Ideen warten auf Umsetzung. Hier ein kleiner Rückblick über die vergangenen Monate!

Nachdem Ende April unser endgültiger Umzug stattfand, hieß es vor allem noch Warten: auf Erde, bevor wir säen und pflanzen können, und natürlich auch Wasser, damit es auch anwächst. Das hat leider eine Weile gedauert, im Juni haben wir dann endlich beides von der Stadt geliefert bekommen. Danke hierfür!

Für die Aussaat und die Pflanzung hatten wir dann kräftige Unterstützung: Schüler*innen vom Kreuzgymnasium kamen am 22.06.2023 zu ihrem Aktionstag “Gärten der Hoffnung” auch in die Strieskanne und lernten hier nicht nur über die Entstehung und die Entwicklung des Gemeinschaftsgartens, sondern auch, wie man Saatgut aufbringt und Setzlinge in die Erde pflanzt.

Dank des vielen Regens und den kühlen Temperaturen dauerte es dann auch gar nicht lange, bis es an allen Ecken keimte, wächst und blüht. Von der tristen Beton-geprägten Brache geht es jetzt sehr schnell zum grünen Garten. Sträucher wurden gepflanzt und noch jede Menge weitere Pflänzchen gesetzt. Und es hat sich gelohnt, einige Schubkarren Erde mit auf die neue Fläche zu nehmen: Shiso, Ananaskirsche, Erdbeerspinat und Neuseeländer Spinat haben sich von selbst ausgesät und wachsen fröhlich zwischen Rainfarn, Johanniskraut und Nachtkerze.

Am 23.08.2023 gab es dann schließlich eine offizielle Übergabe von der Stadt Dresden. Neben der benachbarten Kita Kinderwelt(en) waren auch Mitarbeiter*innen der Vonovia da, der ein Stück der Fläche gehört. Vonovia hat ein Tor zur Kita finanziert und auf der Teilfläche ein Insektenhotel aufstellen sowie ein Sandarium aufschütten lassen. Der Amtsleiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, Detlef Thiel, lobte die Zusammenarbeit. Auch wir bedankten uns, denn ohne die Unterstützung der städtischen Mitarbeiter*innen wäre der Umzug sicher nicht so unkompliziert verlaufen! Von uns gab es daher so einige Tomaten und Gurken aus eigenem Strieskannen-Anbau.

Nun ist erst einmal wieder Ruhe eingekehrt. Wir gärtnern weiter vor uns hin, haben noch viele Ideen im Kopf und erfreuen uns an der fortwährenden ersten Erntesaison in unserer Strieskanne 2.0!

Strieskanne 2.0: Neue Fläche, neues Glück

Der Umzug der Strieskanne ist in vollem Gange. Während die alte Fläche hinter Kaufland kaum mehr als Garten erkennbar ist, wird unsere neue Fläche in der Geisingstraße zunehmend belebt. Noch im März haben wir uns zu einer Planungswerkstatt getroffen und jede Menge Ideen gesammelt, was wir für einen Ort schaffen wollen, was wir mitnehmen an Materialien und Erfahrung und wie wir den Umzug gestalten können. Heraus kamen erste Pläne fürs weitere Vorgehen und jede Menge Motivation!

Mitte April war es dann so weit: bestückt mit Schubkarren, Schaufeln, Akkuschraubern und Transorter trafen sich viele Strieskannen-Gärtner*innen – jung und alt, neu dabei und alte Hasen – um gemeinsam die alte Fläche zu beräumen und auf der Geisingstraße loszulegen. Gestärkt durch ein leckeres Mitbringbuffet wurde von 10 bis 17 Uhr gegraben, abgebaut, geschraubt und getragen. Wahnsinn, was wir in der kurzen Zeit alles geschafft haben!

Während wir nun noch auf Erde von der Stadtverwaltung und die offizielle Schlüsselübergabe warten, wird schon an der Trockenmauer fürs Kräuterbeet und am Kinderspielhaus gebaut. Auch die ersten beiden Hochbeete stehen bereits und warten auf Begrünung. Weiter geht’s am Samstag, den 29.04 ab 10 Uhr mit dem Schuppenbau. Kommt vorbei und macht mit!

Start auf der neuen Fläche – 12.03.23 Planungswerkstatt

Es geht los! Nach vier Jahren in der Spenerstraße steht diese Saison ein Neustart der Strieskanne an: Wir ziehen um auf die Geisingstraße auf eine neue Fläche mit Platz für jede Menge neue Ideen und Projekte! Hierfür wollen wir uns endlich wieder zusammen vor Ort zu einer Planungswerkstatt treffen.

Start ist am Sonntag, den 12.03.2023 um 11 Uhr auf der “alten Fläche” in der Spenerstraße 36 hinter Kaufland. Von da aus werden wir gemeinsam die neue Fläche erkunden. Um 12 Uhr wird es weitergehen im Vegibunt in der Wormser Str. 69, wo wir schließlich unsere Ideenrunde starten wollen.

Jede*r ist herzlich eingeladen, um gemeinsam Ideen zu sammeln, Projekte zu planen, Gemeinschaftsbeete zu organisieren und neue Gesichter kennenzulernen!

Gerne kannst Du etwas Kleines für unser Mitbringbuffet mitbringen. Für eine gute Vorbereitung ist eine Anmeldung erwünscht:
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Wir freuen uns auf Dich!

Planungswerkstatt am 13.03.2022

Nach drei erfolgreichen Gartenjahren startet die Strieskanne in ihre voraussichtlich letzte Saison auf der Spenerstraße. Denn auf der Brachfläche hinter dem Kaufland soll ein Bürgerpark entstehen. Der Striesener Gemeinschaftsgarten wird auf eine Alternativfläche ausweichen, die es noch zu finden gilt. Bei all den Unsicherheiten steht jedoch eines fest: Es darf noch eine weitere Saison in der Strieskanne gegärtnert werden!

Alle Interessierten sind herzlich zur digitalen Planungswerkstatt eingeladen, um gemeinsam Ideen für dieses Gartenjahr zu sammeln, Aktionen zu planen, Gemeinschaftsbeete zu organisieren und neue Gesichter aus der Nachbarschaft kennenzulernen. Nach zwei Jahren eingeschränkter Konktaktmöglichkeiten stehen in dieser besonderen Saison vor allem gemeinsame Aktivitäten und Gartenfeste im Fokus.

Merkt Euch schon einmal den Termin vor:

>> 13.03.2022  |  14-17 Uhr  |  Planungswerkstatt

Der Link zur Online-Videokonferenz folgt bei Anmeldung.

Anmeldung bis 11.03. gewünscht: email hidden; JavaScript is required

Wir freuen uns auf Euch!

Sommerzeit in der Strieskanne

In unserem Gemeinschaftsgarten geht es derzeit eher ruhig zu: Regen, Ferien, Regen, Urlaub, Regen, Schulbeginn, Regen, Heirat – da bleibt nur wenig Zeit fürs Gärtnern!

Glücklicherweise wachsen die meisten Pflanzen auch ohne gärtnerisches Zutun ganz gut. Wer sich also in den letzten Wochen und Monaten in die Strieskanne verirrt hat, stand in einem wunderschönen urbanen Dschungel aus Sonnenblumen, Kürbis, Wildkräutern, Zucchini und Neuseeländer Spinat. Etwas getrübt wurde das wilde Grün leider durch die Braunfäule, die auch unseren Garten dieses Jahr nicht verschont hat. Auf die große Tomatenernte mussten wir daher leider verzichten. Auch die Schnecken waren mit dem Fressen bei einigen Pflanzen schneller als wir – zu ernten gibt es aber glücklicherweise dennoch genug.

Folgend so einige Eindrücke aus dem wechselhaften Gartensommer 2021:

Natürlich war an manchen Tagen auch etwas mehr los im Garten:

Strieszwerge – unsere Junggärtner*innen auf Erkundungstour

Nachdem das erste Treffen der Strieszwerge auf großen Anklang beim Strieskannen-Nachwus gestoßen ist, gab es mittlerweile schon zwei weitere Gartentage für unsere Jüngsten: An einem Samstag Mitte Juli war das Thema diesmal Experimente mit dem Element Wasser. Petrus hatte das wohl falsch verstanden und uns auch von oben reichlich mit Wasser versorgt. Die kleinen Forscher haben sich davon aber nicht abschrecken lassen und tapfer ihre Experimente durchgeführt. Wir haben geschaut, welche Dinge schwimmen und welche sinken. Dabei haben wir auch einige “Nichtschwimmer” zu Schwimmern gemacht. Anschließend haben wir Wasser schweben und klettern lassen. Zum Schluss wurde das Wasser dann noch zum musizieren genutzt. Es hat trotz des Wetters viel Spaß gemacht!

Im August ging es schließlich rund um das Element Feuer. Zusammen haben wir ausprobiert, was man alles braucht um ein Feuer zu entzünden & wie man es am besten löschen kann. Außerdem konnten wir beobachten, wie Wärme die Luft verändert und wie man mit Wärme Wasser “”wachsen” lassen kann. Beim gemeinsamen Knüppelkuchen-Backen haben wir den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen. (Text und Fotos: Sarah)

… Wer bis hierhin gelesen hat, interessiert sich sicherlich auch für das weitere Fortbestehen der Strieskanne:

Wie geht es weiter?

Wir sind mit der Stadt im Gespräch. Ein Umzug scheint leider unvermeidlich (dennoch vielen Dank für Eure vielfältige Unterstützung bei der Umfrage!). Das Amt hat uns jedoch bereits eine Alternativfläche angeboten, welche unweit des aktuellen Gartens liegt. Aktuell noch etwas wild und verbracht und der Transport wird sicher auch nicht ohne, aber wir sind derzeit ganz zuversichtlich, auch hier eine Gartenoase entstehen lassen zu können :)

1. Treffen der Strieszwerge

Am vergangenen Samstag haben sich die Strieszwerge zum ersten Mal getroffen. Thema des Treffens waren Krabbeltiere in und auf dem Boden. Die Kinder haben Insekten und andere Kleintiere gesucht und gesammelt. Anschließend wurden alle gefundenen Tiere gemeinsam bestaunt. Zum Schluss konnte noch jedes Kind seinen eigenen Lieblings-Krabbler mit Modelliermasse kreieren.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal am Samstag, den 17.07.2021! Dann wollen wir zusammen mit Wasser experimentieren.

(Text: Sarah, Fotos: Jana)

Die Strieskanne muss weichen!?

Zwischen Spenerstraße, Tittmannstraße, Haydnstraße und dem Kaufland Borsbergstraße wird eine neue öffentliche Parkanlage entstehen: Der Park an der Haydnstraße. Der Park soll durch neue Wegeverbindungen besser an das Umfeld angeschlossen werden und verschiedene Möglichkeiten zum Aufenthalt bieten.

Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft bittet nun die Dresdnerinnen und Dresdner um Vorschläge und Wünsche für den zukünftigen „Park an der Haydnstraße“. Die Umfrage besteht aus zwei Teilen. Ein Teil ist den Wünschen und Ideen für die gesamte Parkanlage gewidmet. Der zweite Teil richtet sich speziell an Familien, Kinder und Jugendliche und beinhaltet Fragen zum Spielplatz.

Was wir sehr schade finden:
Unser Gemeinschaftsgarten Strieskanne wird mit keinem einzigen Wort erwähnt.

Seit 2019 pachten wir als Teil des Vereins UFER-Projekte e. V. einen Teil der beplanten Fläche als Zwischennutzung. Nach und nach ist so aus einer Brachfläche ein kleines Gartenparadies entstanden: Mit der Pflanzung seltener Wildblumen, der insektenfreundlichen Gestaltung sowie dem Anbau alter Gemüsesorten setzen wir uns für Artenvielfalt und Biodiversität in der Stadt ein. Vor allem ist die Strieskanne als offener Garten darüber hinaus jedoch ein Treffpunkt, ein Ort für Kommunikation und Austausch für alle Altersklassen.

Zwar ist uns bewusst, dass wir nur als Zwischennutzung angedacht sind, und auch ein möglicher Umzug ist für uns nicht neu – doch dass wir nun nirgends in der Bürgerbeteiligung auftauchen, im Bestandsplan nicht gekennzeichnet wurden und auch keine Optionen in Bezug auf Gärtnern & Co. ausgewählt werden können, finden wir doch sehr schade! Mit dem Wissen, dass die Strieskanne für die Neugestaltung weichen muss, würden einige Bürger sicherlich anders entscheiden.

Wir sind uns sicher, dass ein neuer Park auch mit der Erhaltung der Strieskanne möglich wäre!

Wenn ihr das ähnlich seht, nehmt an der Umfrage der Stadt teil und bringt dort eure Ideen, Wünsche und Meinungen ein und/oder macht bei der Malaktion für Kinder mit:

https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/gruenes-dresden/beteiligungen.php

Endlich wieder Offene Gartenzeit!

Juhu! Die Inzidenz ist in Dresden so gering, dass wir die offene Gartenzeit endlich wieder starten können.

Donnerstags und Sonntags von 17 bis 19 Uhr gärtnern, werkeln, ernten oder entspannen wir auch einfach nur gemeinsam in der Strieskanne. In dieser Zeit ist also immer jemand vor Ort, sodass Neugierige und Interessierte hier einen Ansprechpartner finden.

Es stehen außerdem einige kleine Projektchen an: der Flyerkasten soll repariert werden, ein Tomatendach entstehen und ein Beet für das Bohnentippi gebaut werden. Kommenden Sonntag (13.06.2021) wollen wir uns daher treffen und von 14-18 Uhr gemeinsam anpacken. Kommt vorbei!

Alles grün macht der Mai

Dieses Jahr geht im Garten alles etwas langsamer voran: War der Frühling im letzten Jahr zu trocken, macht dieses Jahr das kalte Wetter, der häufige Wechsel aus Regen und Sonnenschein und der Wind vielen Pflanzen zu schaffen. Tomaten und Zucchini kränkeln daher noch ein wenig vor sich hin und warten auf sommerliche Temperaturen. Im Gegensatz dazu freuen sich viele andere Pflanzen aber über das reichliche Wasser und bringen die Strieskanne zum Leuchten in allen Farbtönen. Ein paar Eindrücke aus dem Garten:

In der nächsten Woche soll das Wetter nun endlich sommerlicher werden. Auch sind Lockerungen für die Kontaktbeschränkungen in Sicht, sodass wir voraussichtlich schon bald wieder zur offenen Gartenzeit gemeinsam gärtnern, werkeln, bauen und ernten können. Wir freuen uns!

Frühlingsgefühle

Die dritte Saison der Strieskanne ist gestartet. Trotz des Aprilwetters, das seinem Namen alle Ehre macht, und den aktuell erschwerten Bedingungen für die Gemeinschaft, freuen wir uns auf viel Sonnenschein im Garten.

Nachdem unsere sorgfältig organisierte Planungswerkstatt im letzten Jahr kurzfristig abgesagt werden musste, sind wir dieses Jahr auf Nummer sicher gegangen und haben unseren Saisonauftakt direkt online geplant. Um möglichst viele Menschen an verschiedenen Orten zu erreichen, haben wir Flyer aufgehängt, in der Zeitung geworben, auf nebenan.de aufmerksam gemacht und auch auf unserem Instagram-Kanal auf die Veranstaltung hingewiesen. Mit Erfolg – gleich neun neue Gesichter konnten so digital acht Altgärtner*innen und die Strieskanne kennenlernen.

Für unsere Planungswerkstatt haben wir dabei alles genutzt, was die Videokonferenz-Dienste so hergeben: In einer Vorstellungsrunde konnte der Wohnort markiert werden und eine Präsentation mit Fotos aus den letzten Jahren lieferte einen virtuellen Gartenrundgang. Zudem gab es eine kleine Einführung in Trello mit Bildschirmübertragung. Umfragen sorgten zwischenzeitlich für Auflockerung. Auf einem Miro-Board wurden schließlich in mehreren Arbeitsgruppen Ideen zu Wassergewinnung, Beetplanung und Gärtnern mit Kindern gewonnen. Die drei Stunden gingen vorbei wie nichts! Für Plenum und offene Gartenzeiten konnten wir uns auf regelmäßige feste Zeiten einigen:

Donnerstags 17-19 Uhr
Sonntags 17-19 Uhr

Die Vorfreude auf gemeinsames Gärtnern und neue Projekte war groß! Loslegen war aber nicht gleich möglich: Starker Frost, starker Wind und Niederschlag in diversen Formen machten den Aufenthalt im Garten noch zu ungemütlich. Nur einzeln traf man sich daher ab und an, um die Strieskanne wieder auf Vordermann zu bringen, Beerensträucher zu schneiden, Beete umzugraben und auch schon hoffnungsfroh die ersten Samen auszusäen.
Saatgut wurde per Briefkasten ausgetauscht, um schon Zuhause auf der Fensterbank loslegen zu können. Fleißig werden hier verschiedene Tomatensorten, Paprika, Physalis und diverse andere Gemüsepflanzen und Kräuter vorgezogen.

Besonders schön waren die ersten offenen Gartenzeiten mit frühlingshaftem Wetter: Hier konnten wir endlich unsere neuen Interessierten im Garten begrüßen und durch die vielen Hände wurde sogleich einiges geschaffen! Aus einem alten Traktorreifen wurde ein Kinderbeet, in welchem nun Radieschen und Erbsen wachsen.

Leider war die Freude nicht von langer Dauer: Gemäß der neuen sächsischen Corona-Verordnung können wir die offene Gartenzeit derzeit so leider nicht mehr anbieten. Bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich zeitgleich im Garten aufhalten. Privates Gärtnern bleibt jedoch selbstverständlich weiterhin erlaubt!

Nichtsdestotrotz treffen wir uns natürlich weiterhin digital zum Plenum und organisieren diverse Ideen und Projekte über Trello. Ein Spaziergang in die Strieskanne lohnt sich selbstverständlich trotzdem: Überall grünt und sprießt es, alle paar Tage kann man sich an anderen Frühlingsboten erfreuen. Zudem ist es immer wieder schön zu sehen, wie auch ohne offene Gartenzeit bei jedem Besuch ein Beet mehr umgegraben, eine Fläche mehr gejätet, eine Reihe mehr ausgesät ist!

Winter in der Strieskanne

Der Frühling klopft an der Türe und die Temperaturen klettern in einen Bereich, in dem man an die ersten Aussaaten denken kann. Wir wollen jedoch noch einmal in die letzte Woche zurück blicken – denn wer weiß, wann wir die Strieskanne mal wieder so weiß sehen werden. Hier daher ein paar Eindrücke aus den vergangenen frostigen Tagen!

Frost und Sonnenschein in der Strieskanne – auch mal ein schöner Anblick!
Wir hoffen, die Container waren ausreichend frostfest
Jede Menge Tierspuren im Schnee – vor allem Hasen hoppeln hier herum
… und müssen wohl aus mangelnden Alternativen auf Kohl zurückgreifen

Während der Garten noch ein paar ruhige Tage genießen darf, wollen wir schon einmal kreativ werden, die neue Gartensaison planen und Ideen sammeln: Am 7. März von 14-17 Uhr laden wir zur digitalen Planungswerkstatt ein!

Meldet euch gerne an unter email hidden; JavaScript is required

Planungswerkstatt am 7. März

Der Saisonstart rückt immer näher und wir können es kaum erwarten, wieder gemeinsam im Garten zu werkeln, säen und bauen.

Wir wollen uns daher dieses Jahr wieder zu einer Planungswerkstatt zusammenfinden, um Pläne zu schmieden, Projektideen zu entwickeln und natürlich auch um Neugierige, Interessierte, Alt- und Neugärtner*innen kennenzulernen!

Um auf der sicheren Seite zu sein, planen wir unser Treffen dieses Jahr vorerst online. Am Sonntag, den 07. März 2021 wollen wir uns hierfür von 14-17 Uhr mittels Videokonferenz austauschen.

Merkt euch also den Termin vor – weitere Informationen sowie der Link folgen.

Für eine gute Vorbereitung wäre eine Anmeldung bis zum 5. März super:
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Wir freuen uns auf neue Gesichter und eure Ideen!

Stunde der Wintervögel in der Strieskanne

Die Strieskanne befindet sich in der Winterruhe. Der Garten wurde im November noch winterfest gemacht, die wenigen verbliebenen Pflanzen wie Porree und Pastinake sind inzwischen abgeerntet, nur noch Rot- und Rosenkohl halten der Kälte stand. Die restlichen Beete dürfen sich nun bis zum Saisonstart erholen.

Auch wenn man in Dresden noch auf den großen Schneefall wartet, so liegen in der Strieskanne zumindest auf den Hochbeeten immerhin ein paar Zentimeter, unter denen an mancher Stelle vorsichtig Feldsalat und Spinat hinausschauen.

Viel zu kalt also, um lange im Garten zu verweilen. Zur Aktion Stunde der Wintervögel habe ich mich dennoch hinaus gewagt und beobachtet, wer sich in Abwesenheit der Gärtner*innen so in der Strieskanne tummelt. Auch wenn es, wie zu erwarten, weniger Arten wie im Mai bei der Stunde der Gartenvögel waren, so war ich doch überrascht über einige der Gäste im Garten.

Neben den üblichen Verdächtigen wie Kohlmeise, Blaumeise oder Ringeltaube (davon gleich 12!) waren auch Grünspecht und Buntspecht in den angrenzenden Bäumen unterwegs. Und, nachdem die Hände leider schon zu kalt für Fotos waren, hat sich auch ein Zaunkönig aus der Brombeerhecke getraut.

Hier die vollständige Liste:
12 Ringeltauben
1 Grünspecht
1 Buntspecht
1 Elster
1 Eichelhäher
2 Blaumeisen
3 Kohlmeisen
1 Zaunkönig
1 Amsel

Ich bin gespannt, wen davon wir im Frühsommer wieder antreffen können!

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und das Gartenjahr neigt sich dem Ende. Die letzten Bohnen und Zucchinis wurden bereits geerntet und haben den Platz geräumt für Aussaaten von Spinat und Feldsalat.

Doch noch ist der Garten nicht in der Winterruhe: Bevor der Frost kommt, gibt es noch so manches zu erledigen, zu ernten oder auch einfach nur zu bewundern!


Die letzten Tomaten reifen im Hochbeet heran, doch viel Sonne kommt aktuell nicht mehr in den Garten. Es verbleiben viele grüne Tomaten, aus welchen wie im letzten Jahr ein leckeres Chutney entstehen wird!


Vereinzelt blüht es auch noch in der Strieskanne: Hier eine wunderschöne Kapuzinerkresse, welche dazu auch noch essbar ist.


Hübsch blüht auch diese Physalis, die zu dieser Jahreszeit nun wohl aber nicht mehr heranreifen wird.


Von den Chilis konnten wir schon viele Schoten ernten, doch an der Pflanze warten eigentlich noch viele mehr auf warme Temperaturen und ein Sonnenbad zum Rotwerden. Immerhin kann man das scharfe Gemüse auch unreif im grünen Zustand essen, dann auch mit etwas weniger Tränen.


Dass im Oktober noch Himbeersaison ist, hätten wir uns nicht gedacht. Und sie schmecken sogar noch!


Nachdem die Pastinaken nun seit März im Beet verweilt haben, kann man jetzt ein Prachtexemplar nach dem anderen aus der Erde ziehen.


Samen nehmen nicht vergessen: Für die Strieskannen-Saatgutbank sammeln wir die Samen von diversen Kräutern und Gemüsepflanzen für das nächste Jahr. Hier zu sehen der Samenstand unseres Shiso, auch Perilla genannt, in der Kräuterspirale.


Während der Gartenarbeit bei nass-kaltem Wetter, erwärmt einen der Anblick dieser gelben Herbst-Aster wenigstens von innen.


Begeistert hat uns dieses Jahr auch unser Schnittmangold ‘Lucullus’. Im März ausgesät, kann man bis jetzt regelmäßig einige Blätter ernten. Schmeckt sehr gut im Omelett!


Allmählich kommt auch der Feldsalat heraus. Über den Winter wird er uns hoffentlich mit frischen Vitaminen versorgen.


Winter ist Kohlzeit! Schon seit Frühsommer wachsen in der Strieskanne einige Kohlsorten heran. Nachdem Kohlfliegen, Läuse, Weiße Fliegen, Schnecken und Co. den Anbau erschwert hatten, scheinen die überlebenden Pflanzen nun halbwegs sicher. Der Grünkohl ist bereits erntereif.


Noch ein Weilchen braucht dagegen unser Rosenkohl. In den Blattachseln kann man bereits die kleinen Röschen erahnen.


Der Rotkohl will nicht so ganz einen Kopf bilden. Farblich gibt er aber auf jeden Fall etwas her.


Auch Mizuna – asiatischer Senfsalat – gehört zu den Kohlarten, auch wenn das nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Geschmacklich erinnert er uns ein wenig an Rucola.


Besonders schön wächst auch unser Wirsing heran. Die ersten Köpfe wurden schon geerntet.


Dieses Jahr mussten wir leider auf ein größeres Herbstfest verzichten – stattdessen haben wir uns in kleiner Runde zu Lagerfeuer und Stockbrot getroffen. Dazu gab es weitere Kleinigkeiten mit Zutaten aus dem Garten: Kräuterbutter mit Strieskannen-Kräutern, Nudelsalat mit Mizuna und Strieskannen-Tomätchen oder auch Kohl-Chips. Lecker!