Buntes Treiben und Buntes Ernten

Das Sommerloch hat ein Ende! Nachdem es im Juli doch recht leer im Garten war, sind nun allmählich alle wieder zurück aus dem Urlaub.


Bemerkbar macht sich das zur Offenen Gartenzeit, in welcher nun des Öfteren wieder ein buntes Treiben herrscht.


Letztes Jahr war die Wasserversorgung im Garten noch etwas schwierig, dieses Jahr konnten wir nun schon zwei Mal das von der Stadt gesponsorte Standrohr nutzen, um unsere Container selbst aufzufüllen. Bei der langanhaltenden Hitze im August hat das Wasser die Pflanzen natürlich besonders glücklich gemacht!


Aber nicht nur die Pflanzen freuen sich über eine Abkühlung an heißen Tagen.


Derweil helfen auch die Kleinsten schon beim Gießen.


Auch gebaut wird nun wieder fleißig. Geplant ist eine Veranda mit einer Überdachung – als Schattenspender, Schutz vor Regen und auch zum Wassersammeln. Die ein oder andere Pflanze wird sicherlich an den Balken hochwachsen.


An frischen Kräutern gibt es in der Strieskanne eine große Auswahl: In der Kräuterspirale, ganz nach Permakultur-Prinzip, wachsen hier oben die klassisch mediterranen Kräuter wie Rosmarin, Salbei und Thymian, gefolgt von Majoran und Bohnenkraut. Unten wiederum fühlen sich Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Waldmeister wohl, die etwas mehr Wasser benötigen.


Besonders schön anzusehen ist unser Basilikum. Laut Saatgutpackung eigentlich die rotlaubige Sorte ‘Chianti’, sieht gescheckt doch noch viel interessanter aus.


Schön gefärbt sind auch unsere Bohnen, hier die Sorte ‘Marmorierter Mond’.


Unermüdlich ist dieses Jahr unsere Himbeere. Schon seit Monaten gibt es jede Woche mehrere Beeren zu ernten. Kaum zu glauben, dass die Pflanze erst letztes Jahr aus einem Steckling vermehrt wurde.


Besucht wird die Strieskanne auch von vielen tierischen Bewohnern. Neben unserem Garten-Igel Merle sowie zahlreichen Vögeln gibt es auch so einige Bienchen, Hummeln, Käfer und diverse andere Krabbeltiere zu beobachten. Beliebt sind besonders unsere zahlreichen Sonnenblumen.


Auch Wespen finden es bei uns äußerst wohnlich und haben in einem Hochbeet direkt ein Nest erbaut. Hier lässt sich ein reges Treiben beobachten. Besser mit etwas Abstand – der ein oder andere Gärtnernde hat es schon schmerzlich spüren dürfen, wenn er zu nah an die Reviergrenzen kam.


Welches Tierchen unsere Honigmelone angeknabbert hat, wissen wir leider nicht. Schnecken wurden schon so einige gesichtet. Über das nun ungeschützte Fruchtfleisch haben sich jedenfalls noch viele weitere gefreut, insbesondere die obengenannten Wespen, sodass innerhalb weniger Tage von unserem Pflanzen-Versuch nichts mehr zu sehen war .


Gut versteckt wächst hier immerhin eine Wassermelone heran. Ansonsten hatten wir bislang nicht allzu viel Glück mit diesen fruchtigen Kürbisgewächsen.


Während unser Blumenkohl leider eingegangen ist (wir tippen auf Kleine Kohlfliegen), könnte der Wirsing nicht prächtiger wachsen. Mal sehen, wann es hier den ersten winterlichen Eintopf gibt.


Exotischer mutet dagegen unsere Inkagurke an. Die Kletterpflanze stammt ursprünglich aus Peru, die eher unscheinbaren, kleinen Früchte (siehe auch unten) schmecken nach – wer hätte es gedacht – Gurke.


Besonders begeistert uns derzeit außerdem unsere Tomatenvielfalt im Garten. Von gelb bis schwarz, von klein bis groß, ist hier alles mit dabei. Eins haben sie alle gemeinsam: Am besten schmecken sie frisch aus dem Garten!

Eindrücke aus dem 2. Strieskannen-Sommer

Auch wenn sich das Sommerloch bemerkbar macht und viele der Mitgärtner*innen ihren verdienten Urlaub außerhalb der Stadt genießen, geht es in der Strieskanne natürlich weiter! Die ersten Gemüsearten sind abgeerntet (Kohlrabi und Erbsen), andere stehen in voller Reife (jede Menge Zucchinis!) und andere lassen noch immer auf sich warten (unsere etwa 10 Tomatensorten). Folgend wieder einige Eindrücke aus dem Garten!


Größere Projekte gab es dieses Jahr noch nicht, dafür immer wieder kleine Bau-Aktionen: Neben zwei neuen Hochbeeten ziert nun endlich wieder ein Schaukasten den Garteneingang (der letzte war leider nach Sturm Sabine nicht mehr zu retten).


Auch ein kleines Bohnen-Tipi wurde aufgebaut, wobei es bei uns genau genommen ein Zuckerschoten-Tippi wird.


Hier blüht eines unserer Radieschen für die Samengewinnung und ein Kohlweißling nutzt die Gelegenheit. Dafür verschont er hoffentlich später unseren Kohl…


Unsere Tomaten lassen sich dieses Jahr viel Zeit mit dem Rotwerden. Immerhin die Black-Cherry-Tomaten sehen so aus, als könnten sie bald schon verköstigt werden!


Ganz im Gegensatz zu den darüber wachsenden Tomaten konnten wir von unseren Hokkaido-Kürbissen sogar schon ein paar ernten. Bei unseren Muskatkürbissen dagegen hat sich bislang kein Fruchtansatz blicken lassen.


Besonders freuen wir uns diesen Sommer auf dieses Experiment: Im Hügelbeet auf der schönen Südseite wachsen Wasser- und Honigmelonen, beide nun schon mit erkennbaren Früchtchen!


Gar nicht exostisch, aber dennoch inzwischen fast in Vergessenheit geraten, sind Pastinaken. In unserem Hochbeet 13 wachsen sie seit März. Im September werden wir dann sehen, ob etwas aus ihnen geworden ist!


Unsere Stangenbohnen wachsen und wachsen, nur die Blüten fehlen leider noch. Dafür konnten wir von unseren Buschbohnen bereits die ersten ernten.


Auch unsere erste Aubergine könnte bald erntereif sein! Währenddessen blüht sie auch noch schön.


Für den Winter ist auch schon vorgesorgt – Wintergemüse wie Blumenkohl und Endivie haben nun schon ebenso wie Grün- und Chinakohl einen Platz als Nachkultur in den Beeten finden können.


Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir es diese Saison deutlich besser mit dem Wetter: Ab und an übernimmt der Regen den Gießdienst und sogar die Regentonne ist regelmäßig voll. Dennoch sind wir sehr froh, dass wir nun die Container selbst mithilfe eines Standrohres am Hydranten befüllen können, anstatt auf den Wassertransport der Stadt angewiesen zu sein. Nebenbei dienen die Wasserbehälter als Rankgerüst für Hopfen, Bohnen, Inkagurke und Prunkwinde.


Neben den vielen Gemüsepflanzen wird die Strieskanne natürlich auch von diversen Blümchen geziert. Hier erstrahlt eine Cosmea in voller Pracht! Die ersten Sonnenblumen sind auch bereits geöffnet.


Der Gemeinschaftsgarten erfreut also auch im Hochsommer Mitmacher*innen genauso wie Passant*innen – ob durch farbenfrohe Blüten, leckeres Gemüse, entspannende Gartenarbeit oder auch einfach erholsames Zusammensein.

Gartenimpressionen im Juni

Im Garten blüht und spriest es in allen Ecken, jeden Tag sind die Pflanzen ein bisschen größer und geerntet werden kann auch immer mehr!

Hier einige Eindrücke aus der Strieskanne im Frühsommer:


Die Vespergurken erklimmen allmählich die Leiter.


Hier blüht unsere Kartoffel ‘Blauer Schwede’. Die Knollen entwickeln sich hoffentlich ähnlich schön!


Der Lavendel auf der Kräuterspirale steht in voller Blüte und erfreut uns mit seinem Anblick und die Bienchen mit seinem Nektar.


Das Salatbuffet wächst schneller nach, als man pflücken kann.


Unser Sibirischer Wildkohl erntet regelmäßig neugierige Blicke.


Hier lassen sich schon die ersten Zucchinis erahnen.


Die Zuckerschoten sind nicht nur wirklich lecker, sondern haben dazu noch sehr ansehliche Blüten.


In der Kräuterspirale wachsen auch ein paar exotischere Kräuter: Shiso wird vor allem in der japanischen Küche verwendet.


Nach einer Behandlung mit Rapsöl-Knoblauch-Wasser hat unser Palmkohl ‘Negro Romano’ ein wenig Ruhe vor der Weißen Fliege.


Erdbeeren gibt es dieses Jahr reichlich. Dennoch muss man Glück haben, mal eine abzubekommen, denn die Beeren sind bei den Kindern besonders beliebt.


Auch Schalerbsen schmecken jung und alt als Snack zwischendurch.


Hier erblickt eine Bohne das Licht der Welt.


Der Brokkoli ist mittlerweile bereits in Form eines leckeren Gratins verspeist worden.


Nach der Offenen Gartenzeit geht man derzeit selten mit leeren Händen nach Hause! Für einen kleinen Salat reicht es mindestens und einen Kohlrabi gibts meist noch oben drauf.

Offene Gartenzeit startet wieder!

Endlich ist es soweit!

Ab kommendem Donnerstag, den 04.06.2020, startet unsere offene Gartenzeit!

Donnerstags von 17-19 Uhr und Sonntags von 17-19 Uhr sind Gemeinschaftsgärtnernde in der Strieskanne und gärtnern, bauen, werkeln, quatschen und entspannen sich vor Ort. Wenn ihr neu(gierig) seid, zeigen wir euch gern den Garten und erklären dir, was wo zu finden ist und gemacht werden kann. Die Tafel am Schuppen vor Ort enthält auch immer aktuelle To Do’s und den aktuellen Gießstand.

Apropos Gießen – hier findet ihr unseren digitalen Gießplan und könnt euch gern für einen Gießdienst (am besten 2 Personen) eintragen:

https://teamup.com/ksot2jucftsrj9encs

Bitte beachtet die Hygienemaßnahmen vor Ort:

/ Jeglicher Körperkontakt von nicht in einem Hausstand zusammenlebenden Personen ist zu vermeiden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.

/ Es soll kein Austausch von mitgebrachten Speisen und Getränken unter den Teilnehmer*innen stattfinden.

/ Die üblichen Hygieneregeln wie gründliches Händewaschen/Desinfizieren, Husten und Niesen in die Armbeuge sind zu berücksichtigen

/ Im Garten steht Wasser sowie Seife zum Händewaschen zur Verfügung

Stunde der Gartenvögel in der Strieskanne

Jeder Garten ist immer auch ein Lebensraum. Das gilt natürlich auch für die Strieskanne!
Zur Stunde der Gartenvögel, der jährlichen Vogel-Zählaktion des NABU, folgt hier nun ein kleiner Einblick in die Vogelwelt in unserem Gemeinschaftsgarten. Viele der kleinen Piepmätze sind dabei nicht nur schön zum Beobachten, sondern leisten einen großen Beitrag zur ökologischen Schädlingsbekämpfung.
Vielleicht könnt ihr die ein oder andere Art ja das nächste Mal erkennen?

Zu den wohl bekanntesten Vogelarten im Garten zählt sicherlich die Kohlmeise. Sie ist die häufigste und größte Meise in Deutschland und mit ihrem schwarz-weißen Kopf und gelben Bauch gut zu bestimmen.


Kohlmeise

Auch die etwas kleinere Blaumeise ist wohl den meisten Menschen geläufig und durch ihr blaues Käppchen unverwechselbar. Wie die Kohlmeise kommt sie gerne an die ausgehängten Meisenknödel und auch die Vogeltränke wird ausgiebig zum Baden genutzt.


Blaumeise

Weniger bekannt sind dagegen die Schwanzmeisen. Wie die beiden Meisenarten turnen sie gerne im Geäst der Bäume und Sträucher, oft jedoch in größerer Höhe. Ihr langer Schwanz hilft ihnen dabei, die Balance zu wahren.


Schwanzmeise

Auffällig durch ihren Gesang sind in der Strieskanne vor allem zwei Arten: Die Mönchsgrasmücke und der Zilpzalp. Zu sehen bekommt man beide jedoch selten. Die Mönchsgrasmücke lebt im Halbschatten der angrenzenden Hecke, ihr melodiöser, reiner Gesang ist weithin zu hören. Das Männchen trägt die namensgebende schwarze “Mönchskappe”.


Mönchsgrasmücke

Sehr klein und unscheinbar ist auch der Zilpzalp: Etwas kleiner und zierlicher als die Blaumeise und mit schlichtem, hellbraunem Gefieder kann man ihn schnell übersehen. Da er unermüdlich “zilp-zalp zilp-zalp” ruft, weiß man dennoch von seiner Anwesenheit – und praktischerweise auch direkt seinen Namen.


Zilpzalp

Für die Futtersuche ist die Strieskanne für mehrere Arten ein beliebtes Ziel. Derzeit sind es vor allem vier Stare, welche eifrig Wiese und Beete durchschreiten, immer auf der Suche nach kleinen Würmern und Raupen für ihre Jungvögel. Ihr schillerndes Prachtkleid ist dabei sehr schön anzusehen.


Star

Eher schüchtern dagegen ist der Hausrotschwanz. Auch er sucht Nahrung auf dem Boden und in der Hecke, hält aber zunächst vorsichtig Ausschau auf einer Sitzwarte (beliebt ist der Container-Ausblick), ob wirklich alles sicher ist. Auffallend ist dabei sein nervöses Wippen, was ihn auch von weitem identifizierbar macht. In der Strieskanne sieht man vor allem das Weibchen mit seinem hellbraunen Gefieder und rötlichen Schwanz.


Hausrotschwanz

Ein bekannter Vogel ist sicherlich auch die Amsel. Bei uns lebt ein eher verhaltenes Männchen in der Hecke zum angrenzenden Grundstück und kommt bislang nur selten heraus. Vielleicht wartet er noch auf die passende Partnerin?


Amsel

Aufgrund ihrer Größe kaum zu übersehen ist die Ringeltaube. In der Strieskanne sieht man das Ringeltauben-Pärchen häufig am Boden nach Sämereien suchen.


Ringeltaube

Sobald irgendwo im Garten der Boden umgegraben wird, ist ein Vogel besonders schnell zur Stelle: Die Nebelkrähe schnappt sich die eiweißreichen Snacks, die beim Buddeln so an die Oberfläche kommen. Dieses Jahr brütet sogar ein Pärchen der intelligenten Vögel bei uns: Gut versteckt zwischen den Misteln im Spitzahorn sieht man ab und an eine Krähe mit Futter anfliegen. Ob schon Jungvögel da sind?


Nebelkrähe

Weit über der Strieskanne schließlich kann man seit wenigen Tagen frisch aus dem Winterquartier zurückgekehrte Mauersegler beobachten. Die wendigen Flieger verbringen nahezu ihr ganzes Leben in der Luft, auch zum Schlafen setzen sie sich nicht. Bei der gemeinsamen Jagd in Gruppen hört man besonders oft ihren schrillen Ruf “sriiihrr”. Mauersegler brüten in Spalten an Dachgiebeln von Gebäuden, welche sie in Striesen glücklicherweise noch häufig finden.


Mauersegler

Mit ein wenig Geduld und offenen Augen kann man die hier genannten Vögel alle in der Strieskanne finden. Dazu kommen hin und wieder weitere Gäste wie etwa Feldsperlinge, Buntspecht oder Gartenbaumläufer. Ganz schön viel los in unserem Garten! Ein Zeichen dafür, wie wichtig Grün in der Stadt ist. Wir wollen daher weiterhin dafür sorgen, einen möglichst tierfreundlichen Garten zu pflegen und Vögeln, Insekten und Co. einen schönen Lebensraum bieten.

Planungswerkstatt fällt aus!

Angesichts der aktuellen Entwicklungen möchten wir keine unnötigen Risiken eingehen und haben uns entschieden, die Planungswerkstatt am 22.03.2020 abzusagen.
Dennoch wollen wir dieses Gartenjahr nicht untätig bleiben! Samen wollen gesät, Setzlinge gepflanzt und Gemüse geerntet werden, auch wenn nun unter etwas anderen Bedingungen.
Meldet euch am besten für unseren Mail-Verteiler an, um stets auf dem neusten Stand gehalten zu werden: email hidden; JavaScript is required
Auch wollen wir uns alle trotzdem gern kennenlernen und die Infos rund um den Garten sowie unser Fazit der ersten Gartensaison mit euch teilen.
Daher bieten wir euch an, uns am 22.03. um 13 Uhr für 1 Stunde in einer Skype-Session zu treffen. Da können wir euch auch einen kurzen Einblick in unsere Kommunikationsmittel geben, mit der wir die Gartenarbeit organisieren, damit die Gartensaison trotzdem starten kann, auch wenn wir vorerst nicht gemeinsam gärtnern können. Wer mag, schaut schon mal hier in unser Trello-Board: https://trello.com/b/ctJ16EVW/strieskanne
Wer an der Skype-Session teilnehmen möchte, schreibt bitte bis Freitag, den 20.03., eine Mail an email hidden; JavaScript is required mit seinem Skype-Namen, damit wir das Meeting dort bestmöglich organisieren können.
Vielen Dank für euer Verständnis und hoffentlich bis bald online :-)!

Einladung zur Planungswerkstatt am 22.03.2020

Der Gemeinschaftsgarten Strieskanne geht in die zweite Gartensaison! Auch dieses Jahr wollen wir gemeinsam gärtnern, bauen, werkeln oder einfach nur zusammen die Zeit im Garten genießen.

Wer kann mitmachen und wie?

Je mehr mitwirkende und -gestaltende Hände, desto besser!
Jede*r ist herzlich zur Planungswerkstatt eingeladen, um gemeinsam Ideen für die neue Saison zu sammeln, Projekte zu planen, Gemeinschaftsbeete zu organisieren und neue Gesichter kennenzulernen.

Wir treffen uns um 13 Uhr in der Strieskanne (Spenerstraße 36 hinter Kaufland) und werden nach einem kleinen Rundgang gemeinsam zum Vegibunt (Wormser Str. 69) laufen, wo wir schließlich unsere Ideenrunde starten wollen.

Gerne kannst Du etwas Kleines für unsere Kaffeepause mitbringen. Für eine gute Vorbereitung ist eine Anmeldung erwünscht:
email hidden; JavaScript is required

Wir freuen uns auf Dich!

Jahresretrospektive 2019

Eine intensive, tolle erste Gartensaison unserer Strieskanne geht nun dem Ende zu. Wir haben das zum Anlass genommen und am 14.12.2019 zu einer Jahresretrospektive eingeladen. Jede*r Teilnehmer*in hatte am Anfang Zeit, sich still mit den folgenden beiden Fragen zu beschäftigen:

  • Was lief in unserem ersten Jahr gut? Worauf bist Du besonders stolz?
  • Was willst du im nächsten Jahr verbessern?

Wir wollen jetzt an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, welche Informationen gesammelt wurden. Nach einem intensiven Austausch haben wir unsere Themen zusammengefasst. Eine handvoll an Themen haben wir direkt auf die Agenda der nächsten Planungswerkstatt gesetzt. Es handelt sich dabei meistens um Themen, die wir auch mit potenziell neuen Mitgärtner*innen besprechen möchten. Die anderen vier Themen haben wir besprochen mit dem folgenden Ergebnis:

 

Plenum

Wir haben entschieden, dass wir das Plenum ab der nächsten Gartensaison nur noch einmal pro Monat durchführen werden. Es findet im Anschluss an eine offene Gartenzeit statt. Es soll möglichst abends und am Wochenende stattfinden, sodass wir es mit Abendessen verbinden können. Im Plenum wollen wir versuchen, nur noch offene Fragen, Diskussionspunkte und Konflikte zu besprechen. Der Austausch von Informationen wird über eine Rundmail erfolgen. In der Planungswerkstatt wollen wir festlegen, ob das Plenum nur stattfindet, wenn sich eine bestimmte Anzahl an Teilnehmer*innen angemeldet hat und es eine Mindestanzahl an Themen gibt. Statt eines umfangreichen Protokolls werden wir nur noch die Entscheidungen zusammengefasst teilen. Um das Plenum attraktiver zu gestalten, wollen wir in der Planungswerkstatt einen neuen Namen für das Plenum finden.

 

Kommunikation verbessern

Wir werden das Trello-Board aufräumen, da es mittlerweile recht unübersichtlich geworden ist.

Den Mailverteiler werden wir in Zukunft weiterhin für die Ergebnisse aus dem Plenum nutzen. Mit einen Abstand von vier Wochen werden wir außerdem einen Newsletter verschicken. Im Newsletter sind alle wichtigen Neuigkeiten zu unserem Garten und ein „Tipp des Monats“ enthalten. Auf die Inhalte des Newsletters legen wir uns im vorherigen Plenum fest. Die Erstellung des Newsletters erfolgt eventuell in WordPress. So werden die Inhalte auch gleich via Blog gestreut. Außerdem bietet WordPress eine hervorragende Redaktionsgrundlage. Um kurzfristig wichtige Ereignisse abzusprechen, werden wir in Zukunft den Messenger Signal einsetzen. Dort gibt es eine Gruppe für unsere Strieskanne.

 

Vandalismus

Um weitere Vandalismusvorfälle in Zukunft zu vermeiden, werden sich die Anwohner*innen vom Nachbargebäude direkt an uns wenden, wenn Jugendliche dort sitzen. Gegebenenfalls sollen sie sich direkt an die Polizei wenden. Die Sitzmöbel werden versteckt und vor Witterung geschützt. Bei der Stadt wird angefragt, ob wir einen Mülleimer bekommen, der idealerweise auch von der Stadt geleert wird. Am Geräteschuppen wird ein sicheres Schloss installiert.

 

Mehr Leute mobilisieren

Wir möchten auch in der nächsten Gartensaison wieder Feste veranstalten. Durch Feste und Themenwochen wollen wir noch mehr Interessierte für unseren Gemeinschaftsgarten zum Mitgärtnern einladen. Es wird in Zukunft auch ein kleines Team für Öffentlichkeitsarbeit geben, das sich verstärkt darum kümmert.

 

Fazit

Wir hatten einen sehr schönen, gemütlichen Nachmittag, an dem wir super produktiv waren. Wir haben nicht nur Maßnahmen für eine bessere Gartensaison 2020 ermittelt, sondern sogar schon indirekt die Planungswerkstatt 2020 angefangen vorzubereiten.

Jahresrückblick 2019 – die erste Gartensaison der Strieskanne

Man glaubt es kaum: Noch vor einem Jahr war hinter dem Striesener Kaufland nur eine trostlose, ungenutzte Brachfläche vorzufinden und von einem Gemeinschaftsgarten noch weit und breit nichts zu erahnen. Lange Jahre passierte auf der Rasenfläche hier nicht viel, bis ein paar engangierte Striesener die Initiative ergriffen und unter dem Trägerverein UFER-Projekte e. V. gemeinsam mit der Stadt Dresden einen Pachtvertrag abschlossen. Von da an ging es eigentlich ziemlich schnell, wie dieser Jahresrückblick zeigt.

In einer Planungswerkstatt traffen sich im April erstmals Interessierte aus der Nachbarschaft, um Ideen für den Gemeinschaftsgarten zu entwickeln. An kreativen Vorschlägen, Plänen und Visionen für die Brachfläche mangelte es den Teilnehmer*innen dabei nicht!

Nur eine Woche später fand man sich bereits zu einem ersten Bau-Workshop zusammen. Aus alten Paletten wurden Hochbeete und Sitzgelegenheiten gezimmert, für die Hügelbeete wurde die Grasnarbe abgetragen, Äste und Laub wurden gesammelt für die Füllung von Hoch- und Hügelbeeten. Eine wichtige Grundlage für den Garten – ein Platz für die Pflänzchen – war somit geschaffen!

Aufgrund der vielen Strieskannen-Kinder war eines der ersten größeren Projekte auch der Bau eines Sandkastens. Mit vereinten Kräften wurde hier innerhalb kürzester Zeit der Boden ausgehoben, Robinienstämme entrindet und geschliffen, Unkrautvlies ausgelegt und schließlich Sand aufgefüllt. Pünktlich zum ersten Gartenfest konnte man so den fertigen Sandkasten präsentieren, welcher von den Kindern auch wunderbar angenommen wurde.

Zu ähnlicher Zeit wurden die vorgezogenen Pflänzchen auch in die Beete gebracht. Im Hügelbeet fanden Tomaten, Zucchini und Kürbis ihren Platz, in den Hügelbeeten wurden unter anderem Erdbeeren, Paprika und Mais gepflanzt. Dabei gab es für jeden ausreichend Möglichkeiten zum Ausprobieren bestimmter Mischkulturen: Als Beetpate übernahm man das Bepflanzen eines Hochbeetes und konnte hier seine eigene Zusammenstellung erproben.

Am Tag der Nachbarn wurde schließlich das erste Gartenfest gefeiert. Am Buffett wurden gegen Spende Kuchen, Snacks und selbstgemachte Limonade gereicht, am Lagerfeuer gab es Musik zum Stockbrot. Kinderschminken für die Kleinen und Kleidertausch für die Eltern sorgten für eine weitere Belebung der Fläche. Auch das Wetter spielte wunderbar mit!

Die nächste große Aktion: Ein Gartenschuppen wurde dringend benötigt, und dieser sollte natürlich selbst gebaut werden. Mitte Juni traf man sich daher wieder zu einem Bauworkshop zusammen und innerhalb kürzester Zeit wurde aus alten Paletten ein Grundgerüst für den Schuppen zusammengestellt. Parallel entstand auch eine Kräuterspirale, welche noch am selben Tag bepflanzt werden konnte.

Im Sommer wurde es dann etwas stiller in der Strieskanne. Während sich die Gärtner*innen abwechselnd im Urlaub erholten, wuchsen die Pflanzen immer weiter, der Mais wurde höher, der Kürbis wucherte nur so über die Hügelbeete. Die Wassersituation war in dieser Saison mangels Wasseranschluss noch nicht ganz zufriedenstellend, da die Wasserlieferung durch die Stadt aus ökologischer, finanzieller und organisatorischer Sicht keine besonders gute Lösung darstellte. Verdursten musste dennoch kein Gemüse, nächstes Jahr wird die Gießsituation aber hoffentlich einfacher.

Viel Aktion gab es in den Sommermonaten dann nicht, in den offenen Gartenzeiten ging es eher gemütlich zu und man beschäftigte sich vor allem mit dem Bewundern des schnellen Wachstums des Gartens und seiner Gemüsepflänzchen. Besonders wild wuchsen auch die Tomaten, die ohne Ausgeizen und Anbinden gar nicht mehr mit Wachsen aufhören wollten. Am Ende hatte man den Pflanzen wohl etwas zu viel Freiheit gegönnt und die Tomaten waren kaum mehr zu bändigen, da brauchte es schon einmal 8 Paar helfende Hände…

Besonders schön waren natürlich auch die ersten gemeinsamen Ernten in der Strieskanne. Während Tomaten oft direkt verzehrt wurden, konnte man sich zuhause auf Hokkaido und Zucchini freuen. Daneben gab es auch regelmäßig Salat, Gurken, Paprika, Kohlrabi und Paprika zu ernten. Frisch gab es außerdem immer auch Kräuter wie Minze, Schnittsellerie oder Basilikum dazu.

Im Herbst galt es, den Gartenschuppen endlich fertigzustellen – noch fehlte ein stabiles, dichtes Dach. Auch hier half man sich wieder mit alten  Paletten aus und gemeinsam war das Dach innerhalb weniger Stunden fertiggebaut. Neben all der guten Nachrichten hatten wir im Oktober leider auch erstmals mit Vandalismus zu kämpfen. Ein halbes Jahr lang konnten wir stets begeistert berichten, dass niemand unseren Garten beschädigte oder zerstörte – nun mussten wir uns leider doch noch mit dem Thema beschäftigen. Wir hoffen natürlich, dass uns dies im neuen Jahr erspart bleibt.

Das Ende der Gartensaison konnten wir schließlich mit unserem Herbstfest gelungen feiern. Der goldene Oktober zeigte sich noch einmal von seiner besten Seite und so konnten wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen die gemeinsam gekochte Kürbissuppe aus selbst angebautem Muskatkürbis und Hokkaido verspeisen und den Eintopf mit Süßkartoffeln, Kartoffeln und Brokkoli aus dem Garten verköstigen. Neben den aktiven Gärtner*innen waren auch Familie, Freunde, Neugierige und Interessierte aus der Nachbarschaft da.

Um die Strieskanne schließlich winterfest zu machen, hatten wir Ende Oktober das Glück, viele helfende Hände durch den Klimatag am Kreuz-Gymnasium und einem zugehörigen Workshop im Gemeinschaftsgarten zur Unterstützung dazuhaben. Einjährige Pflanzen wurden entfernt, Hochbeete mit Erde wiederaufgefüllt und mit Laub abgedeckt. Es dauerte nicht lange, da war der Garten bereitgemacht für die Winterruhe.

Zwei weitere gute Nachrichten gab es dann noch zum Schluss: Dank einer Vielzahl an Stimmen beim Online-Voting konnte sich die Strieskanne bei der Quartiersmeisterförderung 2019 durchsetzen und Geld für einen Brunnenbau bzw. die Wasserversorgung gewinnen. Zudem wurde der Gemeinschaftsgarten als eines von 23 Gewinnerprojekten der NaturKinder-Stiftung von Rossmann und pro nature auserwählt und erhielt hier eine Förderung für den weiteren Ausbau eines kinderfreundlichen Gemeinschaftsgartens.

In der Retrospektive erfolgte schließlich ein Rückblick auf die Saison, bei welchem man bei Plätzchen und Kaffee über gelungene und verbesserungswürdige Aktionen, Organisationen und Projekte des ersten Jahres sprach.

Insgesamt können wir also auf ein äußerst ereignisreiches Jahr voller erfolgreicher Aktionen, gelungenen Festen und vielen gemeinsamen schönen Momenten im Garten zurückschauen.

Dass innerhalb weniger Monate aus einer trostlosen Brache so ein wunderschöner Gemeinschaftsgarten entsteht, hätte sich wohl auch bei der ersten Planungswerkstatt noch keiner erträumen lassen. Ein großes Dankeschön gilt allen motivierten, engangierten Mitgärtner*innen, Unterstützer*innen und Helfer*innen, die über das Jahr dazu beitrugen, einen so tollen Ort in der Nachbarschaft zu schaffen, welcher zum Verweilen, Werkeln und gemeinsamen Austausch einlädt.

In voller Vorfreude auf die nächste Gartensaison wünscht die Strieskanne erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue (Garten-)Jahr!

Winterfestmachung mit dem Kreuzgymnasium am Klimatag

Am Mittwoch, den 30.10.2019, fand am Kreuzgymnasium Dresden der Klimatag statt: In über 30 Workshops, Diskussionen, verschiedenen Initiativenvorstellungen und weiteren Angeboten setzten sich Schüllerinnen und Schüler mit den Themen Klimawandel und Umwelt intensiv auseinander und machten sich Gedanken über die Zukunft.

Auch in der Strieskanne konnten sich Schüler*innen weiterbilden: Ab 9 Uhr lernten 20 neugierige Kinder  in unserem Gemeinschaftsgarten Grundlegendes zu Stoffkreisläufen, Anbau von Kräutern und Gemüse sowie dem Ablauf eines Gartenjahres. Hierbei wurde natürlich nicht nur interessiert gelauscht, sondern auch direkt tatkräftig mitangepackt: Die Winterfestmachung des Gartens stand an und hielt jede Menge Aufgaben bereit.

Einjährige Gemüsesarten wie Tomaten und Zucchini wurden von einer Schülergruppe aus den Beeten entfernt, anschließend wurden die Hochbeete umgegraben und wieder mit Erde aufgefüllt – im Laufe des Jahres war diese durch die fleißigen Bodenorganismen abgesackt. Zusammengerechtes Laub sorgt außerdem für einen leichten Frostschutz und für neue Nährstoffe auf den Beeten. Eine weitere Gruppe schnitt den anfallenden Pflanzenabfall für den Kompost klein. Auch die Lehrer halfen hier tatkräftig mit!

Nach nicht einmal zwei Stunden war schon nahezu alles geschafft und wir mussten uns bereits Gedanken machen, ob wir noch ausreichend Aufgaben für die enangierten Helfer*innen hätten. Kurzerhand gab es daher noch ein paar Informationen zur selbstgebauten Kräuterspirale: Nach einer kurzen Erklärung des Aufbaus durften die Schüler*innen die dort wachsenden Kräuter probieren und erraten. Hier waren einige echte Kenner unterwegs, denn nur das Bohnenkraut und die Eberraute blieben unerkannt.

Zum Abschluss durfte sich jedes Kind einen Ableger von unseren Pfefferminzpflänzchen mitnehmen. Bleibt zu hoffen, dass sie bei jedem gut angewachsen sind!

Kurz nach 11 Uhr schließlich war unser Garten so gut wie winterfest, die Hoch- und Hügelbeete mit gelockertem Boden und bedeckt mit Laub bereit für die Winterruhe. Zum Ende schaute auch noch einmal kurz die Sonne heraus, um die Schülergruppe zu verabschieden. Mit dem Fahrrad ging’s zurück zum Kreuzgymnasium, wo der Klimatag mit ein paar weiteren Programmpunkten aufwartete.

In der Strieskanne stehen nun im Garten nur noch wenige Aufgaben an: Noch ein paar Tulpenzwiebeln wollen gesteckt werden und die Kübelpflanzen etwas wärmer verpackt werden. Einige der Pflanzen dürfen freilich auch noch im Beet bleiben: Winterharter Schnittsellerie eignet sich für winterliche Eintöpfe und Vogelmiere kann in der kalten Jahreszeit als Vitaminbombe im Salat dienen. Im Blumenkasten wächst außerdem noch Spinat und auch der Feldsalat traut sich hervor.

Die Nebelkrähe freut sich derweil über die frisch gelockerten Böden, hier wird ihr vielleicht der ein oder andere eiweißreichen Wurm-Snack präsentiert.

Gelungenes Herbstfest in der Strieskanne

Zum Abschluss der ersten Gartensaison feierte die Strieskanne am 20.10.2019 ihr erstes Erntedankfest. Bei wunderschönem Herbstwetter bei Sonnenschein und milden Temperaturen konnten wir unsere Gäste begrüßen und durch das gefüllte Buffet musste auch keiner wieder hungrig nach Hause.

Die Vorbereitungen hierfür liefen selbstverständlich schon am Tage zuvor auf Hochtouren: Mit unter anderem Kürbis, Kohl und Kartoffeln aus dem eigenen Strieskannen-Anbau wurde geschält, geschnippelt und gekocht. Trotz dezimierter Ernte durch Vandalismus und Kartoffeldiebe konnten wir einiges anbieten: Mangold-Tomatenstrudel, beides Gemüse aus eigenem Anbau, Kürbissuppe aus Strieskannen-Kürbis (Muskat und Hokkaido), Krautnudeln mit Wildkohl aus dem Garten und schließlich ein sehr bunter Eintopf, u.a. mit unseren leuchtend lilanen Süßkartoffeln, frisch geerntetem grünen Brokkoli und der kleinen verbliebenen Kartoffelernte. Nur Möhren, Zwiebeln und Sellerie haben es noch nicht im Eigenanbau geschafft!

Am Sonntag bei bei schönstem Herbstwetter konnten wir schließlich die ersten Gäste in der Strieskanne empfangen. Strieskannengärtner*innen, Familie, Freunde, Interessierte und Neugierige belebten nach und nach den herbstlichen Garten.

Neben Eintopf, Krautnudeln und Kürbissuppe gab es auch passend zur Jahreszeit Apfel- und Quittenkuchen und weitere Köstlichkeiten am Buffet, serviert mit unter anderem Pfefferminztee aus dem Garten.

 

Kürbissuppe und Stockbrot wecken noch bei jeder Generation Begeisterung und nachdem die Sonne hinter den Baumwipfeln verschwunden war, freute man sich über die Wärme am Feuer.

Insgesamt kann die Strieskanne so auf ein gelungenes Herbstfest zurückblicken, welches einen würdigen Abschluss für die erste Saison darstellte! Nächste Woche wird der Garten winterfest gemacht und die Hochbeete, bis auf wenige Ausnahmn mit Feldsalat und weiteren Wintergemüse, werden in die Winterruhe entlassen. Gesättigt von den Früchten unserer Arbeit freuen wir uns auf das nächste Jahr und haben nun ausreichend Zeit, uns Ideen, Verbesserungsvorschläge und Projekte für die Zukunft auszumalen!

Herbst in der Strieskanne

Der Herbst macht sich natürlich auch in der Strieskanne bemerkbar. Die erste Gartensaisaon neigt sich dem Ende, der Bewuchs in den Hochbeeten lichtet sich allmählich und die Sonne schafft es nur noch an wenigen Stunden täglich über die angrenzenden Bäume.

Doch auch im Oktober blüht die Strieskanne! Zwischen den Hoch- und Hügelbeeten erfreuen verschiedene Blümchen einen beim Gärtnern und sind dabei teilweise sogar selbst essbar.

Die Ringelblume ist vielseitig verwendbar und dazu noch eine wirklich schöne Pflanze.

Das gelbe Schmuckkörbchen macht seinem Namen alle Ehre! Auch diese Blüten sind essbar.

Ebenfalls sehr schmackhaft: Die Kapuzinerkresse. In verschiedenen Blütenfarben verstecken sich die Blüten im Garten.

Besonders zahlreich vertreten sind verschiedenste Tagetes-Pflänzchen in der Strieskanne. Als hervorragender Mischkultur-Partner sehen die Blümchen nicht nur schön aus, sondern helfen auch gegen Schädlinge und verbessern den Boden.

Sehr schön anzusehen ist auch diese Basilikum-Sorte in unserer Kräuterspirale.

Hier hat sich ein Pilz zwischen die Zucchini gemoggelt. Ein Schopftintling? Auf essen haben wir vorsichtshalber verzichtet.

Dieser Brokkoli hätte sicherlich gut beim UFER-Wettbewerb um das krümmste Gemüse mithalten können. Allerdings haben wir ihn lieber selbst verspeist.

Auch Kürbisse fühlen sich wohl in der Strieskanne. Nicht mehr lange, und sie werden zu einer leckeren Kürbissuppe verarbeitet!

Dank der warmen Temperaturen in den letzten Tagen konnten wir uns heute noch einmal über eine schöne Ernte freuen. Die wohl letzte Aubergine der Saison und eine bunte Mischung an Tomaten erinnern noch einmal an den wunderschönen ersten Sommer in der Strieskanne :)

Bitte Abstimmen! Online-Voting zur Quartiermeister Projekförderung

Wir haben es in das Quartiermeister Online-Voting geschafft!

Bis zum 31.10.2019 könnt ihr abstimmen, welches soziale Projekt in Dresden von der Quartiermeister Projektförderung unterstützt werden soll:

https://quartiermeister.org/de/projektfoerderung/

Hierfür einfach die Strieskanne sowie ein weiteres Projekt eurer Wahl auswählen und anschließend per Mail bestätigen ;)

Die Gewinner des Online-Votings bekommen 1000 € – viel Geld, mit dem wir gerne den Brunnenbau in unserem Garten starten würden! Aufgrund der bislang fehlenden Wasseranbindung und der kostenintensiven Wasserlieferungen ist dieser dringend notwendig für die dauerhafte Fortführung unseres Gartens.

Vielen Dank!

ERNTEDANKFEST am 20.10.2019

Nach unserer ersten Saison in der Strieskanne wollen wir uns mit einem Erntedankfest gebührend in die Winterpause verabschieden.

Die zahlreichen Hokkaido- und Muskatkürbisse, welche aktuell noch über die Hügelbeete ranken, wollen verkostet werden. Hierzu laden wir Euch herzlich ein!

Von 14 bis 19 Uhr wollen wir in der Strieskanne noch einmal gemeinsam Zeit im Garten verbringen, selbst geerntetes probieren, uns über das erste Gartenjahr austauschen und weitere Kontakte in der Nachbarschaft knüpfen. Wo ginge das besser als mit warmen Getränken und Kürbiseintopf am Lagerfeuer?

Wir freuen uns!

Die Strieskanne trägt Früchte

Nicht einmal drei Monate ist es her, seit die ersten Pflanzen in der Strieskanne ihren Platz gefunden haben – schon können die fleißigen Gärtner*innen die ersten reifen Früchte ihrer Arbeit ernten!

Jede Woche sind die Tomatenpflanzen etwas höher, der Kohlrabi etwas dicker und die Kürbispflanzen einen Meter weiter gewachsen. Man staunt zu jeder offenen Gartenzeit auf’s Neue, wie viel grüner und wilder es in der Strieskanne in der kurzen Zeit geworden ist!

Besonders der Hokkaido-Kürbis scheint sich in unserem Gemeinschaftsgarten wohlzufühlen. Bereits über 12 mindestens golfballgroße Kugeln lassen sich in der Strieskanne finden, und es werden sicherlich noch einige dazu kommen. Im Herbst wird also wohl eine große Kürbissuppe für alle gekocht!

Die Muskatkürbisse halten sich vergleichsweise etwas zurück, aber immerhin an dieser Stelle kann man auf eine leckere Mahlzeit in ein paar Monaten hoffen.

Auch die Gurken ranken fleißig das recycelte Kinderbettgestell hinauf, die ersten wurden bereits verkostet.

Die Jalapeños sollten bald erntereif sein! Wer traut sich, mal reinzubeißen? ;)

Die Zuckerschoten werden sehr gerne zwischendurch gesnackt. Sehr lecker! Im nächsten Jahr brauchen wir mehr davon, so viel steht bereits fest.

So wächst also Brokkoli! Für einige der Anfängergärtner*innen war das eine ganz neue Erkenntnis. Kohlfliegen wollten uns die Pflanzen bereits streitig machen, aber mit einer Knoblauch-Rapsöl-Mischung konnten wir größere Schäden abwenden.

Besonders beeindruckt sind wir von unserer Aubergine, die gar nicht aufhören will, schöne lila Früchte zu bilden.

Die stolze Ernte der letzten offenen Gartenzeit: vor allem bunte Zucchini und die ersten Auberginen. Machen sich wirklich gut auf einer Quiche!

Wir freuen uns auf die weitere Saison und sind gespannt, was noch so alles zu ernten sein wird!

Die Strieskanne bekommt einen Geräteschuppen

Ein Gartenhäuschen gehört in jeden Garten! Um Geräte, Werkzeug und alles weitere, was im Garten notwendig ist, zu verstauen, waren sich die Gärter*innen der Strieskanne hier bereits von Anfang an einig. Nachdem man bei der Suche nach einem günstigen, passendem Geräteschuppen nicht fündig wurde, war auch recht bald klar, dass wir den Schuppen selbst bauen wollten. Einwegpaletten vom letzten Bauworkshop waren noch ausreichend da und dazu jede Menge Motivation, selbst zu Säge und Bohrer zu greifen.

Am 23.06. war es dann so weit. Bei einem zweiten Bauworkshop trafen sich die engangierten Heimwerker zum Bau, dieses Mal bei etwas freundlicherem Wetter. Mit einem groben Plan im Kopf wurde direkt losgelegt.

Schon nach kurzer Zeit standen die ersten Wände und die Grundzüge des Schuppens wurden erkennbar.

Versorgt wurden die fleißigen Helfer zwischendurch mit dem ersten geernteten Kohlrabi der Strieskanne!

Parallel zum Bau des Schuppens wurde auch an weiteren Sitzgelegenheiten gearbeitet. Schließlich sollten nicht nur die Werkzeuge einen Platz finden, sondern auch die Gärter*innen einen einladenden Ort zum Verweilen.

Außerdem wurde die schon vor längerer Zeit begonnene Kräuterspirale endlich fertiggestellt. Hier wachsen die Kräuter nun hoffentlich gut an.

Der Geräteschuppen ist an diesem Tag fast fertig geworden. Er kann bereits zum Verstauen unserer Geräte und Werkzeuge genutzt werden. Einzig das Dach muss noch vollendet werden, um bei Wind und Wetter stabil zu bleiben.

Die Dachfläche soll idealerweise größer sein als die Grundfläche des Schuppens. Dadurch soll sie bei Regen nicht nur eine trockene Aufenhaltsmöglichkeit bieten, sondern auch möglichst viel Wasser auffangen und in einen der großen Wassertanks leiten. An warmen Sommertagen soll das Dach stets für ein schatziges Plätzchen sorgen und zum Verweilen einladen. Bis zur Fertigstellung wird es wohl nicht mehr lange dauern.

Vielen Dank den fleißigen Helfern und besonders der UFER-Allmende, von denen wir uns alle Geräte und Werkzeuge ausgeleihen konnten!