Erhalten und neu gestalten

Die hechtgruen Pioniere starteten damals so:

Wegen dem großartigen Engagement und der Schaffenskraft der gemeinschaftsliebenden Menschen, gibt es mittlerweile einiges an Grundausstattung. Wie etwa die Überdachung, die 2019 errichtet wurde. Damals war der Geist der Gruppe vor allem auf den Spaß am Aufbau und der Gestaltung der Strukturen gerichtet.

Nun hat sich der Lieblingsort der Nachbarschaft zur grünen Oase gemausert. Die Gartengemeinschaft fokussiert sich deshalb, neben dem Erschaffen von neuen Bauten, verstärkt auch mit der Instandhaltung der bereits vorhandenen Grundausstattung. Uns ist klar: Reparieren ist nicht nur sinnvoll und nachhaltig, sondern macht gemeinsam auch Spaß!

Reparaturbedürftig waren Gegenstände wie unsere Hollywoodschaukel, das Kinderspielhaus und auch unser Dach, was undichte Stellen aufwies.

Aus Kostengründen mussten wir uns bei dem Bau des Daches damals dazu entscheiden Teerpappe zu verwenden. An den Stellen, die stark von der Sonne beschienen werden, waren bereits die ersten Risse und Undichtigkeiten erkennbar.

Deshalb haben wir uns dazu entschieden, unser Dach mit EPDM-Folie, die mit ihren Eigenschaften an die klimatischen Bedingungen auf einem Flachdach angepasst ist, zu sanieren. Das Material verfügt über eine sehr lange Lebensdauer (40 Jahre) und ist wasserdicht und beständig gegen Temperaturunterschiede, weshalb wir uns auch bei hoher UV- Strahlung keine Sorgen mehr machen müssen.

Das Reparaturprojekt wurde durch den Stadtbezirksbeirat Neustadt der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Spenden, die uns ins Schwitzen bringen

Mit unserer “HEATING UP THE HECHT” Party ist der Startschuss für die Crowdfunding- Aktion gefallen. Jetzt kann das Spenden-Sammeln los gehen!

Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir noch ein paar Impressionen von der Feier. Ein dickes Dankeschön an alle Künstler*innen und Organisator*innen. Ihr habt diesen wundervollen Abend ermöglicht! Wir bedanken uns auch herzlich bei den Spender*innen. Ihr ahnt ja gar nicht, wie sehr wir uns freuen, dass die Großzügigkeit, die ihr an den Tag gelegt habt, tatsächlich einen entscheidenden Beitrag für unsere Sauna leisten wird. Bei der Party haben wir fast 1000 Euro an Spenden gesammelt!

Du möchtest das Vorhaben unterstützen und fragst dich gerade wie?

Wir freuen uns über eine Spende. Klick dafür auf folgenden Link:

Du hast kein PayPal und Co und möchtest gern überweisen, dann nutze diesen Weg (bitte hechtgruen auswählen).

Was uns verbindet

Seit 2012 hatte sich die “Orga-Gruppe”, unser erweiterter Vorstand, am Anfang jeden Jahres für ein Wochenende zurückgezogen, um konzentiert zusammen zu arbeiten. Gemeinsam wurde zurückgeblickt, ausgewertet und gefeiert, aber auch die kommende Saison geplant und langfristige Strategien entworfen.

Im letzten Jahr hat es nun eine größere Umstrukturierung in der Vereinsorganisation gegeben. Diese ist noch nicht abgeschlossen, wird aber schon getestet und mit Leben gefüllt. Dazu gehört auch, dass das beschriebene Klausurwochenende nun ausgedient hat, denn die teils komplexer werdenden Projekte führen nun solche Arbeitsklausuren selbstständig aus.

So waren wir auf der Suche nach einer neuen, projektübergreifendenden UFER-Zusammenkunft zu Saisonanfang. Mutig haben Xenia, Mona und Jens diese Aufgabe übernommen und das “Mix-and-Mash” organisiert, eine experimentelle Vereinsklausur, die am 4. März im Zentralwerk stattfand.

Rund 20 Menschen, Ehrenamtliche, BFDlern, GemeinschaftsgärtnerInnen sind der Einladung gefolgt und haben einen Tag gemeinsam verbracht. Nach einer Vorstellungsrunde haben wir mittels verschiedener Frage und Aufstellungen im Raum rausgefunden, wo gerade die Knackpunkte in den Gärten und Projekten liegen. Was gibt es für Ressourcen, woran mangelt es, wo gibt noch Potential?

Nach einer gemeinsamen Auswertung wurde dann in Kleingruppenarbeit ausgearbeitet, was uns zwischen den Gärten verbindet und uns bei den UFER-Projekten gerade ausmacht.

Die dabei enstandenen Aussagen wollen wir euch nicht vorenthalten:

Bei uns dürfen und können Jung und Alt auf Augenhöhe freiwillig voneinander und miteinander lernen und ihr Wissen weitergeben.

Wir gehen wertschätzend und respektvoll miteinander um, dabei können auch Fehler wertvoll sein.

Durch gemeinschaftliches Tun wollen wir Gemeinschaft (er)leben, Nachbarschaft beleben und glückliche Freund*innenschaften entstehen lassen. Denn: alleine Gärtnern kann einsam sein.

Wir wollen die Möglichkeit schaffen, in der Stadt offene Räume naturnah und naturgerecht zu gestalten und durch eigene Ideen zu beleben, zu bespielen und zu verändern.

Wir wollen unsere Aufgaben und unser Tun mit Freude erfüllen und auch die Arbeit mal links liegen lassen. Wir wollen uns und das Geschaffte feiern. Oder einfach locker miteinander ins Gespräch kommen, ohne Ziele und Protokolle :-)
Partymuffel und introvertierte Menschen sind gleichberechtigt willkommen.

Es tat allen gut, diese gemeinsame Basis so deutlich vor uns zu haben und es schürt die Freude auf die kommende Saison – auf dass wir unsere Hände bald gemeinsam in die Erde stecken können!

Sorte des Monats: Paradiesmöhre

Ganz besonders erfreuen wir uns in diesem Monat an einem farbenfrohen Gewächs: die Paradiesmöhre (lat. Daucus carota subsp. co. coloris). Sie ist zunächst unauffällig in der Keimung – eher unregelmäßig wie die verwandten gewöhnlichen Möhren; in 14-40 Tagen; Direktaussaat ab März. In den ersten Wochen der Kultur (Erststadium) unterscheidet sie sich kaum von ihrer gemeinen Schwester. Doch Möhren sind das täglich Brot der Gartenleute – so wird man nicht zu unserem Saatgut des Monats! Nur, wie dann?

Nach etwa vier Wochen geht es los, dann merkt man, dass die Paradiesmöhre etwas anders wächst und ein Teil der Wurzel überirdisch gedeiht. Und der hat es in sich, denn er wirkt wie ein verschlafener Wetterfrosch oder eine trantütige Wärmebildkamera: Schlägt die Temperatur um, ändert sich allmählich auch die Farbe der Paradiesmöhre, je nach Boden-pH wert üblicherweise in grünlich (bis 10 Grad Celsius), rötlich (10-20 Grad) oder sogar lila (über 20 Grad). Besonders gut wächst sie, wenn man ihr Zwölftonmusik um die Ohren haut. Und auch sonst ist Vorsicht geboten bei diesem charismatischen Liebhabergewächs: Wenn es ans ernten geht, bekommt sie plötzlich fünf Beine und rennt weg, um sich zu retten, während sie lateinische Stoßgebete für ihre Errettung gen Himmel schickt. Wir empfehlen den Anbau mit Stromzaun. Ansonsten hält die Paradiesmöhre den unerreichten Rekord von 8 Platinmedaillen im Gemüsestepptanz und kann Karottenkarate mit schwarzem Gürtel. Und nachts kann sie sogar leuchten. Was für ein toller Hecht!

Das ist unser Saatgut des Monats April, April!

Dieser Beitrag wurde von Marie Sanders verfasst.

Ackern für die Bohne

Endlich ist es Zeit, sich die Hände schmutzig zu machen. Unsere Gartenengagement startete am Sonntag, den 26 Februar. Neben der Aussaat der Ackerbohne aka Pferdebohne, Favabohne, Saubohne, Puffbohne oder Dicke Bohne, haben wir das Jahr 2022 Revue passieren lassen und die Robinie zurückgeschnitten.

Wusstet ihr, dass Ackerbohnen im botanischen Sinne gar nicht zu den Bohnen gehören, sondern zu den Wicken, die eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler sind. Noch wichtiger zu wissen ist, dass Ackerbohnen lecker und sehr gesund sind. Die dicken Hülsenfrüchte haben einen hohen Proteingehalt und man kann daraus unter anderem ein köstliches Hummus herstellen. Mmh wir sind jetzt schon ganz gespannt auf die Ernte, die wir in circa zwei Monaten einfahren werden. Übrigens soll der Geschmack besonders angenehm sein, wenn zeitig geerntet wird.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist selbst gezogenes, gehegtes und gepflegtes Obst und Gemüse im Hechtviertel zu ernten, kommt am besten am Sonntag, den 16.04.2023 zu unserer Planungswerkstatt. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Von wegen Winterruhe

Auch wenn im Winter weite Teile des hechtgruens ruhen, gibt es für die Gartengemeinschaft dennoch viel zu entdecken und zu erleben. Ob nun Tierspuren im frisch gefallenen Schnee oder Pflanzen, die sich gerade jetzt von ihrer schönsten Seite zeigen und sich durch Schnee und Minustemperaturen höchstens zeitweise vom Blühen abhalten lassen.

Wir beginnen jetzt damit uns gemeinsam über einige Dinge Gedanken zu machen. Neben der Pflanzenplanung, steht auch noch die Reflexion des letzten Jahres an.

Um erstmal spielerisch ins neue Jahr zu rollen, haben wir uns letztes Wochenende zum Mini-Bowling getroffen. Im Februar wagen wir einen Ausflug in eine Karaoke Bar.

Datschenradio | Aussitzen Extended

Das Warten hat ein Ende! Im Rahmen von Aussitzen Extended gibt es endlich
wieder Neues vom hechtgruen- Datschenradio. Jenz und Helen begleiten euch
durch zwei brandneue Sendungen, vollgepackt mit Interviews, Musik, Poesie
und Liebe!

Am 17.11.2022 um 20.30 Uhr könnt ihr auf coloRadio (98,4 & 99,3 Mhz) unsere mittlerweile 4. Radiosendung aus dem Garten hören. Neben einem Interview mit Dirk aus dem Koko und leckeren Rezeptvorschlägen mit erntefrischen Zutaten aus dem Garten, bleibt auch Raum für Musik und Gartenpoesie.

Das war aber noch nicht alles. Während der Sendung fand Mona den Weg durch die Tür und Lisa den durchs Fenster an das Mikrofon und berichten vom bisherigen hechtgruen-Jahr 2022!

Die 5. Sendung bekommt ihr auch bald auf die Ohren. Den Sendetermin verraten wir euch, sobald er feststeht.

Hier dürft ihr Mona und Jonas lauschen, welche ihre eigenen Gartengeschichten erzählen und aus dem Nähkästchen plaudern.

Während Jonas einen feschen Haarschnitt verpasst bekommt, erfahrt ihr, wie Mona bereits in der Kindheit Urban Gardening betrieb, welches für Jonas die Highlights seiner bisherigen hechtgruen-Zeit sind und vieles mehr.

Wir haben uns außerdem in ein Baugruppentreffen geschmuggelt und erfahren, was gerade mit der „Holzkathedrale” unseres Gartens geplant ist und wie ein Bauvorhaben im hechtgruen von der Planung bis zur Umsetzung ablaufen kann.

Außerdem bekommt ihr mit neuen Rezeptvorschlägen bestimmt Lust aufs Kochen und könnt dabei zu entspannter bis tanzbarer Musik mit den Hüften und Köpfen wackeln.

Die Beiträge entstanden im Rahmen des Aussitzen Extended Festivals 2022, einer Aktion des Neustadt Art Kollektivs, mit der kleine Kulturstätten in Dresden unterstützt wurden.

Dieser Beitrag wurde von Helen verfasst.

ein ganz normaler Sonntagnachmittag. . .

Alles wie immmer zur Sonntagsaction.

Nur diesmal kommt das hechtgruen zu Dir nach Hause. Denn Helen nimmt Dich mit in unseren Gartenalltag und lässt dabei Gärtnerinnen und Gärtner aus dem hechtgruen zu Wort kommen.

Seid dabei, schaltet ein, macht Euch Popcorn.

Der Beitrag entstand im Rahmen des Aussitzen Extended im Sommer 2022, einer Aktion des Neustadt Art Kollektivs, mit der kleine Kulturstätten in Dresden unterstützt wurden.

Die Beute von heute

Unser wunderschöner Garten blüht und grünt trotz Hitzewelle und Ferienzeit.
Die fleißigen Hechtgruenenden ernten nun fast täglich im Folientunnel vollreife Tomaten, Gurken und Auberginen.
Ein hechtgruen Erntekorb ist bunt und voll. Unter anderem mit kugelförmigen und langen Auberginen, Roter Ringelbete, lila Kohlrabis, Regenbogenmangold, schwarzen, grünen und roten Bohnen, gelben und gesteiften Zucchinis, lila-schwarzen, gelben, roten oder grünen Tomaten, Basilikum, Minze, Wirsing, Rucola, kleinen dicken und schlanken langen Gurken, Maulbeeren, Melonen und Kichererbsen.

Was ich heute geerntet habe, seht ihr auf den Schnappschüssen.

Zum Abendessen gab es dann Krautnudeln.

Zutaten für das Rezept (für 4 Personen)

  • 400 g Spaghetti
  • 300 g Wirsing
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Margarine oder Butter
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 150 g Hafer-Cuisin oder Soya-Cuisin oder Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle, frisch geriebener Muskat, Kümmel, gemahlener Koriander, eine Chilischote
  • 100 g Vegane Alternative zu Feta oder Feta oder Feto (fermentierter Tofu)

Zubereitung (Vor-/Zubereitungszeit circa 25 Minuten)

  • Die Nudeln nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser bissfest garen. Abgießen und abtropfen lassen.
  • Den Wirsing putzen, in feine Streifen schneiden und in einem Sieb waschen. Knoblauch schälen und hacken. Chili hacken.
  • Das Fett in einer großen Pfanne erhitzen, Knoblauch und Chili darin glasig werden lassen Wirsing dazugeben, anbraten und mit der Brühe ablöschen. Unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
  • Hafer Cuisin oder Sahne und Nudeln hinzufügen, etwas schwenken und aufkochen lassen. Mit Salz, Muskat, Pfeffer, Kümmel und Koriander abschmecken, in Tellern anrichten, Feta Alternative oder Feta darüber zerbröckeln oder knusprig gebratenen Feto darüber streuseln.

Nach dem Kochen und Essen habe ich mir noch eine Abkühlung in unserem türkis glitzerndem Bergsee gegönnt.

Eine Geburtstags-Schnitzeljagd durch unsere Gemeinschaftsgärten

Wenn du schon immer mal die UFER- Gemeinschaftsgärten kennenlernen wolltest, ist jetzt die beste Gelegenheit dazu: Die UFER-Projekte werden dieses Jahr 10 Jahre alt und das wollen wir gemeinsam feiern! Fühle dich herzlichst eingeladen, an unserer Fahrradtour-Schnitzeljagd durch alle Gemeinschaftsgärten teilzunehmen. Die Tour wird sich über 4 Tage erstrecken und immer nachmittags/abends stattfinden. Pro Tag finden Events in zwei Gärten, zeitlich hintereinander, statt. Du kannst jederzeit quereinsteigen oder nur zu einzelnen Schnitzeljagden und Events gehen!

Was genau dich in welchem Garten erwartet, soll eine Überraschung bleiben. Freu dich auf Rätsel, Aufgaben, aber auch gemeinsames Essen und Quatschen am Lagerfeuer! Es erwarten dich grüne Stadtoasen zum Abhängen und aktiv werden; du hast die Möglichkeit, dich mit Gärtner*innen zu connecten, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, viel zu lernen und gemeinsam weiter zu wachsen. Hauptsächlich geht es aber natürlich um das gemeinsame Feiern und Spaß haben.

Damit du zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist, halte dich bitte an unser Programm! Dort findest du auch die Adressen der Gärten. Du kannst allein kommen oder deine Freund*innen oder Familie mitbringen.

Haltet bitte Abstand, und wenn euch dies nicht möglich ist tragt eine Maske. Denkt an die AHA Regeln.

Wir freuen uns auf dich und euch!