Corona – Sinnvolles tun statt Serien gucken

Bei den UFER-Projekten arbeiten wir seit einigen Jahren daran, die Stadt krisenfester zu machen. Genügsamkeit, Selbstversorgung und Solidarität aufzubauen. Auch wenn wir jetzt keine praktischen Bildungsangebote mehr machen können, möchten wir hilfreiche Sachen, die wir in den letzten Jahren lernen und lehren durften, online weiter mit euch teilen. Deshalb könnt ihr an dieser Stelle jetzt immer wieder praktische Tipps für nachhaltiges, gesundes und solidarisches Leben – auch in der Krise – lesen. Wir hoffen, es hilft euch und freuen uns auf euer Feedback.

 

Heute: Zwölf Tipps für praktische Sachen gegen Langeweile, mit denen du auch anderen helfen kannst

 

Allerorten wird gerade von Langeweile gesprochen, die durch die Kontaktsperren entsteht. Die sozialen Medien sind voll von Fotos, Videos und Memes von Dingen, die Leute zu Hause machen, um sich zu unterhalten.

 

Viele von uns haben durch Corona nicht weniger, sondern eher mehr zu tun – weil die Arbeit umorganisiert werden will, die Kinder wieder zu Hause betreut werden müssen, oder es umso mehr zu tun gibt, die Welt zu retten – und folglich keine Langeweile.

 

Wenn ihr aber zum Beispiel keine Kinder habt und/oder normalerweise oft ausgeht, habt ihr jetzt möglicherweise plötzlich viiiel Zeit.
Das Internet ist gerade voll von Artikeln mit Vorschlägen, welche Virus-Epidemie-Filme, digitalisierten Museumsrundgänge, oder Orchester die über Skype zusammen spielen man sich jetzt anschauen könnte. Sogar Videospiele spielen wird jetzt von der WHO empfohlen, die das normalerweise als Gesundheitsrisiko thematisiert.

 

„Ja, jeeeetzt wollen alle plötzlich wissen, was Introvertierte machen, um Spaß zu haben.“

 

Nun finde ich es einerseits gut, dass mal große Teile des öffentlichen Lebens still stehen und viele Menschen mal Zeit haben, sich auszuruhen, zu reflektieren und andere Perspektiven zu entwickeln. Gleichzeitig finde ich es ehrlich gesagt schade, wenn Leute sich langweilen, oder nur um Langeweile zu vermeiden, sinnlosen, womöglich sogar so energieintensiven Beschäftigungen nachgehen, wie Videostreaming im Netz – während anderswo dringend Unterstützung gebraucht wird.

 

Wenn euch das auch nicht so anmachen sollte (und auch die Vorstellung, die neuesten T-Shirts mit Aufdrucken wie STBNHCKR oder PROF. DROSTEN ULTRAS zu konsumieren, nicht wie eine befriedigende Strategie gegen Langeweile erscheint), sondern ihr stattdessen Lust habt, was Sinnvolles zu tun, sind hier mal zwölf Vorschläge:

 

1. Sport machen mit sinnvollen Sachen verbinden

Da es eine der wenigen Ausnahmen ist, um sich legal draußen aufzuhalten, machen jetzt alle Sport. Nun denken viele, um ein*e richtig coole*r Sportler*in zu sein, brauche man auf jeden Fall super enge Plastikklamotten, smarte Schrittzähler und andere teure Ausrüstung. Richtig cool ist es aber tatsächlich, wenn man die Fahrrad-Spritztour nutzt, um für die alten Leute von nebenan einzukaufen, beim Joggen Infozettel für Nachbarschaftshilfe verteilt, oder beim Spazierengehen Wildkräuter pflückt. Vielleicht fällt dir auch was ein, was du mit deiner Bewegung draußen verbinden kannst.

 

2. Besonders belastete Menschen anrufen

Für viele Menschen ist der Lock-Down eine Extremsituation, weil sie z.B. durch psychische Probleme vorbelastet sind, von Veränderungen verängstigt werden, alleine in der Wohnung einsam sind, oder unter häuslicher Gewalt leiden. Wenn du Menschen kennst, denen es so oder anders geht, und Zeit übrig hast, ruf sie mal an. Es geht dabei nicht unbedingt darum, alle ihre Probleme zu lösen, meistens hilft es schon, einfach darüber sprechen zu können, um sich zu entlasten. Deshalb: Hör einfach zu und sei für Sorgen da. Beschwichtige nicht, mach keine Witze über die Gefühle deines Gesprächspartners. Wenn er große Ängste, frag nach: Wovor hast du genau Angst, was könnte passieren? Oftmals hilft das Aussprechen schon, Ängste aufzulösen oder kleiner werden zu lassen. Hier noch ein empfehlenswerter Artikel dazu.

 

3. Nachbarn kennenlernen

In Krisenzeiten ist es immer gut, die eigenen Nachbarn zu kennen. Wenn man sich vertraut ist, hilft man sich womöglich mehr und weiß, wobei man um Hilfe fragen kann. Habt ihr einen Hinterhof, einen Balkon oder ein großes Treppenhaus? Dann kannst du ein lustiges gemeinsames Essen organisieren, bei dem ihr in mindestens zwei Metern Abstand zueinander sitzt, eigenes Essen esst und euch unterhaltet. Ein Gesprächsthema gibt es ja gerade auf jeden Fall ;-) Vielleicht wollt ihr euch dazu auch auf Musik einigen, die ihr währenddessen hören könnt, um die Situation ein bisschen zu entspannen. Oder du klingelst bei den Nachbarn und fragst, ob du was für sie mitbringen kannst, wenn du einkaufen gehst, …

 

4. Kinder-Fernbetreuung

Wenn ihr Eltern kennt, deren Kinder gerade nicht mehr in Einrichtungen gehen können und die durch die Doppelbelastung mit Heimarbeit gerade überlastet sind, bietet an, die Kinder mal für eine kurze Zeit von weitem zu unterhalten: Fußballspielen mit mindestens zwei Meter Abstand und ohne den Ball anzufassen, Geschichten übers Telefon vorlesen, oder spannende Lern-Aufgaben per mail schreiben, bei denen die Kinder selbst Detektiv spielen können, mögen verrückte Ideen sein und nicht mit jedem Kind funktionieren, aber außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhliche Maßnahmen. Und Eltern sind froh über jede Minute, die sie mal für sich haben können.

 

5. Gärtnern

Wenn alles abgesagt ist, geht Gärtnern immer noch. Frag in Gemeinschaftsgärten in deiner Nähe nach, ob sie noch Platz oder Hilfebedarf haben, wende dich mal wieder den Pflanzen im Hinterhof zu, oder schnapp dir irgendein altes Gefäß, das aufs Fensterbrett passt, fülle es mit Gartenerde und steck ein paar Samen. (Und – wenn das Fensterbrett tatsächlich dein favorisierter Ort zum Gärtnern ist – binde deine Pflanzgefäße gut fest, damit sie nicht jemandem auf den Kopf fallen.) Wie klein- oder großformatig auch immer, Pflanzen beim Wachsen zu helfen ist nicht nur eine beruhigende Beschäftigung, sondern bringt auch noch Ernte. Oder zumindest wertvolle Erfahrungen. Für Unerfahrene empfehlen sich z.B. Kapuzinerkresse, Radieschen oder Salate, die alle auch mit wenig Erde klarkommen. Saatgut bekommst du, während alles andere geschlossen ist, in Bio-Lebensmittelläden. Du solltest nur lieber nicht aus Langeweile drei mal am Tag gießen!

 

6. Krisenvorsorge

Es wird uns oft erst in einer Krise bewusst, aber Zusammenbrüche, die unser Leben einschränken, können jederzeit passieren. Vorsorge zu treffen ist ein altes Menschheitsprinzip, das durch die trügerische Allzeit-Verfügbarkeit von Waren heutzutage in Vergessenheit geraten ist. Meistens spricht es sich darüber nicht so leicht, weil es vielen Menschen verständlicherweise schwer fällt, die reale Möglichkeit solcher Situationen bewusst anzuschauen. Aber im Moment öffnen sich ja Fenster für ungewohnte Gedanken. Das Gute daran ist, dass die unterbewusste, verdrängte Angst dabei bewusst gemacht wird und so kleiner werden kann. So kann man anfangen, rational zu handeln, statt nur Gefahren zu verdrängen.

Das Bundesamt für Bevökerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt schon immer ganz offiziell, Vorsorge zu treffen und sich für eventuelle Versorgungsausfälle zu Hause Vorräte für mindestens zwei Wochen anzulegen: Lebensmittel, Wasser, Hygieneprodukte, Hausapotheke, Bargeld, sowie Koch- und Heizmöglichkeiten, für die man keinen Strom und keine Gasleitungen braucht (hier eine kurze Checkliste). Nun sollen hier keine Hamsterkäufe angeregt werden, die ja Versorgungskrisen auch befeuern können (wie in der aktuellen Klopapiersituation). Aber wie wäre es, jetzt Zeit zu nutzen, immermal ein paar Gläschen Essen einzukochen, auf den gerade noch laufenden Heizungen Kräuter und Obst zu trocken, den sowieso laufenden Tiefkühler aufzufüllen (je mehr Luft da drin ist, umso mehr Strom verbraucht er), sich einen einfachen, aber effizienten Holzkocher (für den Balkon) zu basteln, oder über Möglichkeiten zur Wasserfilterung im Notfall nachzudenken.

 

7. Unterstützung in der Landwirtschaft

Mittlerweile dürfen Menschen aus anderen Ländern wieder unter Auflagen einreisen, um als landwirtschaftliche Helfer*innen zu arbeiten. Im Moment ist zwar (außer für Spargel) nicht die intensivste Erntesaison, aber es gibt auch Beete zu pflegen, Drähte zu spannen usw. Wenn du Zeit und Lust hast, auf dem Feld zu helfen, schau mal unter www.daslandhilft.de (deutschlandweit), land-arbeit.com (in Brandenburg), oder melde dich bei den Marktschwärmern email hidden; JavaScript is required für die Koordination mit regionalen Erzeugern.

 

8. Spenden: Blut, Gesichtsmasken, Gabenzäune, …

  • Blutspenden werden weiterhin zum Beispiel für die Versorgung von Krebspatienten gebraucht, die Spendezahlen dürften abet zurück gehen, weil viele Menschen, die normalerweise spenden würden, jetzt zu Hause bleiben und in den nächsten Wochen vermutlich zunehmend Menschen in Quarantäne müssen. Deshalb sind Blutspenden nicht nur weiterhin erlaubt, sonder auch dringend erwünscht. Bitte informiert euch über die Webseiten von DRK und Haema.
  • Wenn du nähen kannst (und wenn nicht, ist jetzt vielleicht eine gute Gelegenheit, es zu lernen), kannst du einfache Gesichtsmasken nähen und sie an Kliniken und Pflegeeinrichtungen spenden. Dann können die professionellen Masken auf den Corona-Stationen benutzt werden und die Selbstgemachten für alle anderen da sind, die Schutz in die eine oder die andere Richtung brauchen. Nähanleitungen gibt es mittlerweile überall, ich verlinke hier mal die bei Smarticular, einfach weil diese Website sowieso sehr empfehlenswert zum Schmökern ist.
  • Obdachlose und Menschen ohne fest Unterkunft haben es aktuell noch schwerer, als sonst schon: In Sammelunterkünften für kalte Nächte kann man keinen Abstand halten, öffentliche Stellen bei denen man Hilfe beantragen könnte sind nur noch notbesetzt und in der Innenstadt sind kaum noch Menschen, die man um eine Spende bitten könnte. Eine einfache Möglichkeit, zu helfen, sind sogenannte Gabenzäune: Zäune also, an die man regensicher verpackt Kleidung, Decken, Hygiene-Artikel oder Lebensmittel hängen kann, sodass Bedüftige sie mitnehmen können. Wo es die in Dresden gibt, könnt ihr hier lesen. Natürlich sind Spenden an Vereine und Hilfsorganisationen auch sinnvoll (nur bei Kleidertonnen sollte man aufpassen).
  • Und auch Geldspenden sind natürlich hilfreich, z.B. an Organisationen, die Geflüchtete unterstützen (bspw. Unicef), oder Hilfe zur Selbsthilfe in ausgebeuteten Ländern leisten (z.B. Inkota) denn auch sie trifft die Krise noch härter, als viele andere.

 

9. Verschwörungstheorien und Rassismen widersprechen:

Wenn einschneidende Sachen passieren, die uns belasten, neigen wir oft dazu, erstmal eine*n Schuldige*n zu suchen: Wenn wir jemandem die Schuld geben können, müssen wir uns nicht damit auseinandersetzen, ob wir selber vielleicht mehr Verantwortung übernehmen könnten, um unangenehme Ereignisse zu vermeiden. Bei Corona ist es nicht anders.

In den sozialen Medien wachsen die Hassposts gegen China und seine als exotisch angesehenen Essgewohnheiten, die zur Corona-Pandemie geführt haben sollen (der erste Covid-19-Fall soll ja vom Verzehr einer Fledermaus gekommen sein). Zu der Zeit als Veranstaltungen noch erlaubt waren, wurden mancherorts Menschen wahllos am Eingang abgewiesen, einfach nur weil sie asiatisch aussahen und die AfD will zwar ältere Menschen schützen, aber Asylsuchende nicht mehr ins Land lassen (gegen Helfer für die Spargelernte hat sie dann aber doch nichts mehr). Aber auch die tatsächliche staatliche Behandlung Geflüchteter ist leider vielfach offener Rassismus, wenn sie z.B. in Lagern eingesperrt sind und dort keine Möglichkeiten zu einer auch vor Ansteckungen schützenden Privatsphäre haben. Ob nun in sozialen Medien, mit Verwandten am Telefon, oder im politischen Diskurs, sollten wir rassistischen Aussagen und Verhaltensweisen konsequent widersprechen. Auch und gerade jetzt in einer Krisensituation, die sonst für die von Ausgrenzung betroffenen noch schlimmer werden könnte.

Und auch Verschwörungstheorien blühen im Umfeld von Corona natürlich. Da wird behauptet, Covid-19 sei nicht gefährlicher als eine Grippe, Angela Merkel hätte schon vor dem Ausbruch davon gewusst oder die Corona-Kranken existierten gar nicht und die ganze Aufregung wäre geplant, um wahlweise von der Aufnahme Geflüchteter, oder einer sowieso schon vorhandenen Wirtschaftskrise abzulenken und ähnliches. Ich will gar nicht behaupten, dass es keine Verschwörungen gibt, oder in den Nachrichten immer die einzig wahre Wahrheit gesagt würde. Verschwörungstheorien, sind aber dann nicht nur verwirrend, sondern auch gefährlich, v.a. dann wenn sie dazu führen, Unschuldigen den Schwarzen Peter zuzuschieben, oder Kontaktsperren zu ignorieren. Deshalb werden Faktenchecks durchgeführt (z.B. vom correctiv), auf die wir verweisen sollten, wenn wir mit merkwürdigen Theorien konfrontiert werden.

 

10. Datensicherungen und Fernarbeitssysteme

Im Moment haben viele Schwierigkeiten damit, von zu Hause zu arbeiten, weil ihre Daten nur im Büro liegen. Andere haben zu Hause nur ein Smartphone, die Betriebe müssen gerade überstürzt so viele Laptops und Headsets kaufen, dass die Preise nach oben schnellen. Für Vorbereitungen ist es jetzt also zu spät, aber spätestens ab jetzt kann man ja überlegen, wie man die Handhabung von Daten so gestalten kann, dass man von verschiedenen Orten arbeiten kann. Dafür gibt es viele kostenlose Online-Tools. Wenn wir aus der Krise rauskommen und merken, dass viele Leute sich das tägliche Hin- und Herfahren in s Büro (oder sogar das Fliegen zu Konferenzen) eigentlich sparen können, wäre das doch eine Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Auf jeden Fall ist es für jede*n zu jeder Zeit empfehlenswert, wichtige Daten auf mindestens ein unabhängiges Speichermedium zu kopieren (vorausgesetzt, man verletzt damit nicht Vorschriften hinsichtlich Datenschutz oder Betriebsgeheimnissen). Zum Beispiel auf eine externe Festplatte, einen USB-Stick, eine SD-Karte, oder wenigstens vom Handy auf den Computer oder andersrum. Manchmal hilft es auch, Kopien in einer Online-Cloud zu speichern, das sollte man aber im Sinne der Umwelt möglichst gering halten, weil Onlinedaten im Vergleich mit lokal gespeicherten bei jeder Abfrage ein Mehrfaches des Stroms verbrauchen. Vielleicht hast du jetzt gerade auch Zeit, deine Vorgehensweisen beim Abspeichern so zu verändern, dass doppeltes Speichern dein neuer Standard wird. Dafür gibt es auch Backup-Software und Automatisierungen. Eine gute Überlegung kann auch sein: Welche Daten würde ich selbst bei einem Stromausfall noch dringend brauchen, davon möglichst kurze Zusammenfassungen zu erstellen und sie auszudrucken. Auch Dateien endlich mal sortieren könnte jetzt eine gute Idee sein.

 

11. Reparieren

Online-Shopping boomt während der Krise, weil viele einen Ausgleich zum Einkaufen brauchen. Aber vielleicht ist ja genau jetzt mal die Zeit, das Vorhaben wahrzumachen, weniger neu zu kaufen und mehr zu reparieren. Das Fahrrad im Keller, den alte Toaster aus der Abstellkammer oder der alte Stuhl vom Dachboden warten seit Ewigkeiten darauf, dass du mal schaust, ob sie nicht noch zu retten sind. Und wenn du sie dann nicht selber brauchen solltest, freuen sich andere, denen du sie spenden oder gebraucht verkaufen kannst. Das hilft nicht nur deinem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt, macht dich fitter für eine Zukunft in weniger Überfluss und ist oft verdammt befriedigend :-)

 

12. Visionen spinnen

Die Welt wird immer kaputter, ungerechter und düsterer werden – wenn wir keine besseren Ideen für Zukunft haben. Unser Leben kann aber auch ökologischer, gerechter, krisenfester und lustiger werden – wenn wir konkrete Visionen dafür entwickeln, wie das aussehen könnte. Positive Vorstellungen für die Zukunft geben uns nicht nur Hoffnung, sondern auch einen Anreiz, uns dafür einzusetzen. Um Visionen wachsen zu lassen, kann man Bilder malen, mit Freund*innen quatschen, oder auch Schlagzeilen oder ganze Artikel für eine „Zeitung aus der Zukunft“ schreiben (hier ein Beispiel). Meine Lieblingsschlagzeilen bisher sind:

  • Umstellung geglückt: Erste erfolgreiche Bananenernte in der Gläsernen Manufaktur
  • Produktiver als gedacht: Ein Rückblick auf 5 Jahre 30-Stunden-Woche
  • Abgasfrei – Wie Dresden seit einem Jahr ohne Verbrennungsmotoren lebt

Es geht also darum, wünschenswerte Vorstellungen so zu formulieren, als wären sie in der Zukunft schon wahr. Wie wir dahin kommen, können wir dann ja gemeinsam überlegen.

 

Und nicht vergessen: Abschalten und Ausruhen

Am besten findet man Visionen aber oft, wenn man einfach mal alle Medien ausmacht und in Ruhe ein Buch liest, spazieren geht, meditiert, oder (da wo das noch erlaubt, oder nicht kontrolliert ist) an einem Baum sitzt. Wenn du dich ausruhst, hilfst du damit auch deiner Umgebung: Du wirst entspannter, achtsamer, geduldiger und sammelst Energie, um anderen helfen zu können. Einfach mal nichts tun ist also auch sehr empfehlenswert – vor allem dann, wenn du dabei auch nichts konsumierst.

 

Ich hoffe, du konntest in den Tipps ein bisschen Inspiration finden, die nicht nur deine Langeweile vertreibt, sondern auch hilfreich für andere ist.

 

Und auch, wenn die Kontaktsperre wieder gelockert wird, gilt eine gute Nachricht, die in Nachhaltigkeitskreisen schon lange betont wird:

„Von jetzt an, muss nie wieder jemandem langweilig sein:

Wenn wir die Welt als einen lebenswerten Ort erhalten wollen,

gibt es mehr als genug für alle zu tun.“

 

Im nächsten Blogartikel wollen wir uns mit einem Nachhaltigkeits-Thema beschäftigen, das gerade viele umtreibt: Alternativen zu Klopapier.

 

Schaut also demnächst mal wieder hier vorbei.

(Beitragsbild: Creative Commons: BY-SA PersonaM023)