Alte Gärtnerei

Vom Buddeln und Bauen

12. November 2020 von Frieda Lenk

Am 24. Oktober trafen sich rund 30 Menschen auf der Fläche der Alten Gärtnerei, um in einer gemeinsamen Aktion den Folientunnel für die erneute Nutzung vorzubereiten und eine bei Kleintieren beliebte Trockensteinmauer zu bauen.

Die Vorzeichen waren gut – tolles Wetter, eine patente Kochcrew und zupackende Teilnehmer*Innen.

Unser Folientunnel lag lange im Dornröschenschlaf – ihr, liebe Buddelcrew, habt ihn geweckt. Stundenlanges Spaten stechen, Hacke schwingen, zerren, fluchen und graben – das Ergebnis kann sich sehen lassen. Berge von Hopfenwurzeln, riesig und verschlungen, haben wir mit vereinten Kräften zu Tage befördert, dem Kompost zugeführt oder auf unserer Totholzhecke verteilt. Damit ist der Boden bereitet für die zukünftige Bepflanzung des Folientunnels, der vorher natürlich noch bespannt werden wird.

Während also ein Teil der Schar durch den Folientunnel pflügte, widmete sich der andere dem Bau der Trockensteinmauer. Schubkarrenweise karrten wir Sand und Wackersteine an, darauf folgte Volkers Einweisung in die Kunst des Trockensteinmauerbauens. Stapeln, Schieben, Rütteln, Tüfteln – begleitet von feinstem Sonnenschein. Da rann der Schweiß in Strömen und unsere Freude über die Mittagspause kannte keine Grenzen.

Vor dem Koko-Container trafen sich Buddelcrew und Bauteam, zufrieden, erschöpft und hungrig.

Das köstliche Essen (hier noch mal einen großen Dank an unsere Küchencrew), die heiteren Gespräche und die Wärme der Herbstsonne ließen uns Kraft tanken und machten das muntere Treiben einmal mehr zum Hochgenuss.

Gestärkt und motiviert ging es in die zweite Runde Schaufeln und Schichten, die wir schließlich bei einem nachmittäglichen Kaffee und Himbeerstrudel (natürlich mit Beeren aus eigener Ernte) ausklingen ließen.

Was bleibt ist nicht nur eine fertige Trockensteinmauer, die unserer Fläche ein weiteres Lebensraum schenkendes Element hinzufügt und ein wurzelfreier Folientunnel, den neu zu beleben wir kaum erwarten können. Sondern auch unsere Dankbarkeit und großes Stauen über das begeisterte Engagement und gemeinschaftliche Wirken von all den Mitgliedern, Neugierigen und Nachbarn die mit uns einen großen Kraftakt vollbracht haben. Ein weiterer Schritt auf unserem Weg Orte der Gemeinschaft und des grünen Wirkens zu gestalten. Danke!

Im Anschluss findet ihr eine Galerie mit zahlreichen Fotos der Aktion. Wir hoffen, dass diese sonnigen Erinnerungen euch gut durch die nächsten Monate begleiten, beim gemeinsamen Buddeln und Bauen konnten wir nochmal in den Genuss von Gemeinschaft und Kontakt kommen. Auch nächstes Jahr werden wir Möglichkeiten finden wieder zusammen zu bauen, gärtnern, graben und genießen. Wir freuen uns auf euch, bleibt gesund.