8. September 2021 von Amrei
In unserem Gemeinschaftsgarten geht es derzeit eher ruhig zu: Regen, Ferien, Regen, Urlaub, Regen, Schulbeginn, Regen, Heirat – da bleibt nur wenig Zeit fürs Gärtnern!
Glücklicherweise wachsen die meisten Pflanzen auch ohne gärtnerisches Zutun ganz gut. Wer sich also in den letzten Wochen und Monaten in die Strieskanne verirrt hat, stand in einem wunderschönen urbanen Dschungel aus Sonnenblumen, Kürbis, Wildkräutern, Zucchini und Neuseeländer Spinat. Etwas getrübt wurde das wilde Grün leider durch die Braunfäule, die auch unseren Garten dieses Jahr nicht verschont hat. Auf die große Tomatenernte mussten wir daher leider verzichten. Auch die Schnecken waren mit dem Fressen bei einigen Pflanzen schneller als wir – zu ernten gibt es aber glücklicherweise dennoch genug.
Folgend so einige Eindrücke aus dem wechselhaften Gartensommer 2021:

Die Kräuterspirale wächst wie eh und je. Nur den Basilikum wollten die Schnecken nicht stehen lassen Die Strieskanne erfreut Passanten – und bestimmt auch die Menschlein von Oben ;) Unsere Tomatensorte ‘Indigo Rose’ – noch vor der Braunfäule Neuseeländer Spinat wuchert bei uns über das gesamte Hügelbeet Eine unserer Patenpflanzen vom Umweltzentrum: Die Färber-Hundskamille Die Zucchini lässt sich kaum aufhalten Leider haben Schnecken dieses Jahr erstmals ihren Weg in die Hochbeete gefunden Glücklicherweise auch ein paar Tigerschnegel, die uns beim Kampf gegen die Nacktschnecken helfen Die Tomatensorte ‘Green Zebra’ Einer der vielen Besucher aus der Insektenwelt: ein C-Falter Kartoffeln hatten wir dieses Jahr deutlich mehr als in den letzten Jahren Auch die Zwiebeln sind dieses Jahr gut bei uns gewachsen Die Endivien haben sich am nass-kühlen Sommer erfreut und sind jetzt schon erntereif Erdbeerspinat – einer unserer Kuriositäten im Garten. Die Früchte sind essbar, aber leider nicht so schmackhaft Auch Erdmandeln wachsen dieses Jahr das erste Mal im Garten Bunter Erntekorb Im August: Ananaskirschen, Tomaten, Brokkoli und Ringelbeete Durch die Kälte konnten wir einige Beete erst Anfang Juni bepflanzen… … nichtsdestotrotz waren die Beete innerhalb kürzester Zeit zugewuchert Unsere Gurke darf an einem alten Kompostgitter hinaufranken Ein weiterer Gast im Garten: Das Große Heupferd Einer der wenigen Kohlpflanzen, die es trotz der Schneckenplage in die Höhe geschafft haben Die Herbsthimbeeren bieten derzeit vitaminreiche Kost Die ersten Hokkaido-Kürbisse konnten wir schon ernten und verkosten. Auch dieser wunderschöne Blumenkohl ist inzwischen schon in den Kochtopf gewandert!
Natürlich war an manchen Tagen auch etwas mehr los im Garten:
Gebaut wurde dieses Jahr ein weiteres Hochbeet für die Bohnen und ein Tomatendach, welches die Braunfäule zumindest etwas im Zaum gehalten hat Das Bohnenzelt wird fertiggestellt. Etwas spät, aber eventuell können wir dieses Jahr dennoch einige Bohnen ernten Zur Feier des 10-Järhigen Bestehen von UFER-Projekte e. V. gab es dieses Jahr Rätsel in den Gemeinschaftsgärten… … kombiniert mit einem kleinen Sommerfestchen und leckerem Buffet (mit selbst produzierter Colakraut-Limonade!) Außerdem gab es dieses Jahr erstmals eine selbstgemachte Strieskannen-Teemischung mit u. a. Ananassalbei und Ringelblumenblüten. Dazu leckeres Wildkräuterpesto mit allem, was der Garten so hergab. Lecker!
Strieszwerge – unsere Junggärtner*innen auf Erkundungstour
Nachdem das erste Treffen der Strieszwerge auf großen Anklang beim Strieskannen-Nachwus gestoßen ist, gab es mittlerweile schon zwei weitere Gartentage für unsere Jüngsten: An einem Samstag Mitte Juli war das Thema diesmal Experimente mit dem Element Wasser. Petrus hatte das wohl falsch verstanden und uns auch von oben reichlich mit Wasser versorgt. Die kleinen Forscher haben sich davon aber nicht abschrecken lassen und tapfer ihre Experimente durchgeführt. Wir haben geschaut, welche Dinge schwimmen und welche sinken. Dabei haben wir auch einige “Nichtschwimmer” zu Schwimmern gemacht. Anschließend haben wir Wasser schweben und klettern lassen. Zum Schluss wurde das Wasser dann noch zum musizieren genutzt. Es hat trotz des Wetters viel Spaß gemacht!
Im August ging es schließlich rund um das Element Feuer. Zusammen haben wir ausprobiert, was man alles braucht um ein Feuer zu entzünden & wie man es am besten löschen kann. Außerdem konnten wir beobachten, wie Wärme die Luft verändert und wie man mit Wärme Wasser “”wachsen” lassen kann. Beim gemeinsamen Knüppelkuchen-Backen haben wir den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen. (Text und Fotos: Sarah)
… Wer bis hierhin gelesen hat, interessiert sich sicherlich auch für das weitere Fortbestehen der Strieskanne:
Wie geht es weiter?
Wir sind mit der Stadt im Gespräch. Ein Umzug scheint leider unvermeidlich (dennoch vielen Dank für Eure vielfältige Unterstützung bei der Umfrage!). Das Amt hat uns jedoch bereits eine Alternativfläche angeboten, welche unweit des aktuellen Gartens liegt. Aktuell noch etwas wild und verbracht und der Transport wird sicher auch nicht ohne, aber wir sind derzeit ganz zuversichtlich, auch hier eine Gartenoase entstehen lassen zu können :)