Bericht vom Urban-Gardening-Sommercamp 26 in Leipzig

Wir waren dabei!

Alle 2 Jahre organisiert die anstiftung ein bundesweites Vernetzungstreffen für alle urbanen GärtnerInnen – das Sommercamp! Vom 12.-14. Juni 2026 fand dieses im Hildegarten und Obstgarten Leipzig in Kooperation mit dem Leipziger Gemeinschaftsgarten-Netzwerk NELGE statt.

Etwa 100 Teilnehmer*innen aus den verschiedensten Gemeinschaftsgärten-Projekten und Städten Deutschlands kamen dabei zusammen. Auch Dresden war vertreten, nämlich unter anderem aus dem Gemeinschaftsgarten Annengarten der UFER-Projekte Dresden e.V.!

Es war ein schönes Wochenende voller inspirierender Workshops und Austausch – trotz des regnerischen und stürmischen Wetters! Egal ob beim Probieren der frisch gebackenen Pizza aus dem Lehmofen, Lagerfeuer oder den unzähligen Workshops.

Angefangen mit einer kleinen Führung durch den strömenden Regen erzählte uns Michael vom „Stadt-Umland-Landschaftspflegeverband Leipzig Grün“ etwas über die Geschichte und Nutzung der Flächen. Denn der Hildegarten befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Plagwitz. Die Spuren dieser Geschichte lassen sich auch noch heute im Gemeinschaftsgarten erkennen…

Neben dem Hildegarten (Gleisgrün e.V.) befinden sich auf dem Areal auch noch das Café Heiter bis Wolkig, der Bauspielplatz Wilder Westen, eine Streuobstwiese, ein Basketballfeld, eine Tischtennisplatte und der zukünftige urbane Wald.

Beim Garten-Quiz haben sich die Teams den kniffligen Wissens- & Schätzfragen gestellt: Hast du gewusst, welches Gemüse sich hinter dem wissenschaftlichen Namen „Valerianella locusta“ verbirgt? Wie hoch die größte gezüchtete Sonnenblume der Welt ist? Oder in welcher Stadt in Deutschland es die meisten Gemeinschaftsgärten pro Fläche gibt?

Wenn du mehr zu den Themen der Workshops und dem Programm erfahren möchtest, besuche gerne die Website www.urbane-gaerten.de!

Es wurde leider noch nicht verraten, wo das Sommercamp das nächste Mal stattfinden wird – aber wir sind gespannt 😊

Text und Fotos: Ronja Puschmann

Vorher – Nachher

Zu Beginn unserer Pflanzaktion am Pfingstmontag ist der neugebaute Palazzo del Pomodori noch sehr leer. 
Stunden später waren ca. 15 Tomatenpflanzen in der Erde, mit Stricken zum Ranken verbunden, ausgiebig gewässert und -weil es gerade so heiß ist- mit Pappen vorm Austrocknen geschützt. Alle großen und kleinen AnnengärtnerInnen sind TOMATEN-FAN’s . Und weil das so ist, sind im mittleren Beet auch nochmal 10 Tomatenpflanzen gepflanzt worden 🙂.
Darüber hinaus ging es am Montag um das volle Spektrum. Von Gurke, Kürbis, Zucchini, Kartoffeln über Paprika, Radicchio, Sonnenblume zur Aussaat von Kapuzinerkresse. Zwischendurch gab es Erfrischendes und Gemüse zum Knabbern – und mehrere frisch gebackene Kuchen. Die wundervolle Joghurt-Erdbeer-Brennnessel-Torte mit Brennnesseln aus dem Annengarten möchte ich hier unbedingt erwähnen. Er war ein echter Hingucker, kam direkt aus der Kühlung und hat super geschmeckt.
Zum Abschluss waren die Beete voll, der Gießplan im Chat stand, die Sonnencreme war alle und wir waren rechtschaffen k.o., aber glücklich.
Jetzt kann der Sommer losgehen!

Text und Fotos: Kati Schulze

Piepmätze zählen

Jedes Jahr am zweiten Mai-Wochenende ruft der NABU deutschlandweit zum Vogelzählen auf. Bei dieser „Stunde der Gartenvögel“ kann jede*r mitmachen und man braucht dabei noch nicht einmal einen eigenen Garten. Gezählt werden kann nämlich auch im Park, auf dem Balkon, vom Fenster aus oder natürlich im Schrebergarten, Gemeinschaftsgarten oder im eigenen Garten.

Wichtig ist dabei nur, dass man sich einen festen Ort sucht und nicht beispielsweise einen Spaziergang durch den Park macht und dabei Vögel zählt.

Wie ging´s weiter?

Beobachtet werden konnte dieses Jahr zu einer beliebigen Stunde vom 8. bis 10. Mai 2026.

Wir haben uns am Samstag, dem 09. Mai 2026, ein schattiges Plätzchen im Annengarten gesucht und dort von 18:00 bis 19:00 Uhr 12 verschiedene Vogelarten gezählt. Dabei haben wir von jeder Vogelart die höchste Anzahl auf der NABU Zählhilfe eingetragen, die wir innerhalb dieser Stunde gleichzeitig sehen oder hören konnten. Das ist wichtig, damit Vögel nicht doppelt gezählt werden, wenn sie zwischendurch wegfliegen und wiederkommen.

Welche Vögel konnten wir beobachten?

Es flogen 8 Mauersegler und eine Saatkrähe über unseren Köpfen hinweg, wir sahen einen Eichelhäher, der neben uns im Baum landete und zwischendurch auf unserem Gartentor saß. Außerdem brüteten 2 Blaumeisen in einem Nistkasten, die wir beim Rein- und Rausfliegen beobachten konnten und auch hörten. 2 Amseln machten auch Halt bei uns im Annengarten.

Wir zählten auch die Vögel, die wir nicht sahen, aber deren Vogelstimmen wir zuordnen konnten – teils mithilfe der NABU Vogelwelt-App. Zu hören waren Rotkehlchen, Ringeltaube, Türkentaube, Zilpzalp, Tannenmeise, Mönchsgrasmücke und Kohlmeise.

Alle gezählten Vögel meldeten wir über die NABU App „Vogelwelten“.  Die Ergebnisse aller Meldungen sind hier zu finden.

Auch wenn wir keine Ornitholog*innen oder Vogelprofis sind und nicht alle Vögel (er)kennen – es macht sehr viel Spaß 😊 Daher sind wir bei der nächsten großen Vogelzählung auf den Fall auch wieder dabei! Macht doch auch mit im nächsten Jahr! Wir zählen auf Euch!

Text und Fotos: Ronja Puschmann

Bewegung an frischer Winterluft und wieder was gelernt

Einige von uns AnnengärtnerInnen haben die Winterfrischluft dem Lümmeln auf dem Sofa vorgezogen und haben dabei u.a. wieder was gelernt:
Am Samstag, 24. Januar 2026, haben wir uns mittags zum Arbeitseinsatz getroffen. Hauptziel war das Säubern der (kartierten) Vogel-Nistkästen auf dem großen Gelände des Annenfriedhofs, wie auch in den Vorjahren. Und zwar ganz simpel mit Leiter, Handbesen und Eimer.  Fast in jedem der Nistkästen war von der letzten Brutzeit innen ein Nest und das musste entfernt werden, damit bald neue Vögel einziehen können.
Lektion Nr. 1: In einem Bild ist ein leeres Mini-Ei zu sehen. Das war sehr wahrscheinlich eine Kohlmeise, die dort gebrütet hatte.
Die Lektion Nr. 2 war schweißtreibend. In einem bestimmten Abschnitt sollte das Eichenlaub vom Rasen zu großen Haufen zusammengerecht werden. Schubkarren und Rechen hatten wir genug vom Annenfriedhof zur Verfügung gestellt bekommen. Warum aber das Eichenlaub? Es verrottet langsamer als anderes Laub und hemmt das, was auf dem Rasen oder der Wiese eigentlich wachsen soll. Aha!

Text: Kati Schulze

Fotos: Kati Schulze, Judith Schubert, Ronja Puschmann

Tschüß Gartenjahr 2025

Wir haben Vieles über das Jahr geerntet und einige Treffen im Annengarten gehabt – aber jetzt ist Zeit für die Winterruhe. Daher haben wir unseren Annengarten winterfest gemacht.
Das bedeutet: etliche Beete, Hochbeete und das Gewächshaus frei zu machen, neue Hochbeete zu bauen, den Wasserkanister zu leeren, u.a. Tomaten & Bohnen zurückzuschneiden, zu mulchen und dem Boden verbrauchte Nährstoffe wieder zuzuführen. Dazu haben wir Pferdemistpellets und Wurmhumus ausgebracht.

Diese Aktion fand am Samstag, 25. Oktober ab 13:00 Uhr, statt. Das Wetter war gnädig und es hat erst zum Ende gegen 16 Uhr geregnet. Zu dem Zeitpunkt standen wir schon regengeschützt unter der großen Weide und haben leckere Gemüsesuppe gegessen. 

Im Winter treffen wir uns sicherlich mal in einem Café oder bei einem Weihnachtsevent zum Quatschen und Pläneschmieden. So richtig losgehen wird es dann mit einem Planungstreffen im Januar oder Februar, um zu besprechen, welches Gemüse wir 2026 anbauen wollen.

Pflanzaktion

AB IN DIE BEETE – FERTIG – LOS!

Größere Aktionen machen wir meist am Wochenende. Daher hatten wir zu unserer Pflanzaktion am Sonntag, 25. Mai 2025, ab 13:00 Uhr eingeladen. Fast jede*r von uns hatte ab Februar oder März Tomaten, Zucchini, Gurke, Aubergine etc. zu Hause vorgezogen- und diese Pflanzen wollten jetzt endlich in die Erde. Die Eisheiligen sind vorbei, so fiel die Entscheidung auf den Sonntag Ende Mai!

Sonnenschein für die Aktion wäre sicher noch schöner gewesen. Aber so haben wir mit Gummiklamotten und Regenschirm alles in die Erde gebracht – außer Pflänzchen, die noch ein paar Tage Gewächshaus brauchen. Auch wurde noch hier und da gedüngt, die Fläche für die Pflanzung der Tomaten von Unkraut befreit, es wurden den Jungpflanzen Schneckenkragen verpasst und Rankhilfen für die Gurken gebaut. 

Zum Schluss und wie ein kleines Dankeschön ließ der Regen dann nach und wir konnten die mitgebrachten Salate, Kuchen, Kekse und Getränke genießen. Halb so schlimm, dass wir dabei alle nur um den Tisch standen – alles war nass.
Danke nochmal an alle! Auch ein paar neue Gesichter und fleißige Helfer*innen waren dabei. Herzlich Willkommen beim Annengarten!

Text: Kati Schulze

Fotos: Ronja Puschmann

Stunde der Gartenvögel

Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende rufen der NABU und LBV zur großen bundesweiten Vogelzählung auf. Bei dieser „Stunde der Gartenvögel“ sind alle Vogelfreund*innen dazu eingeladen, im Garten, Park oder vom Balkon aus Vögel zu zählen und ihre Vogelbeobachtung zu dokumentieren und zu melden. Und das Beste: Jede*r kann mitmachen – nicht nur Vogelexpert*innen! Gezählt wird eine Stunde lang. Man notiert die höchste Anzahl jeder Art, die gleichzeitig gesehen wird. Das ist wichtig, damit Vögel nicht doppelt erfasst werden.

Wir im Annengarten haben das erste Mal an dieser Vogelzählaktion teilgenommen. Da wir nicht alle Vogelexpert*innen sind, haben wir uns vorher mit dem E-Learning-Tool „NABU-Vogeltrainer“ Wissen rund um u.a. Aussehen, Verwechslungsgefahren, Lebensweise und Stimmen der Piepmätze angeeignet. Beim Zählen sind die Apps „NABU-Vogelwelt“ und „BirdNET“ zu empfehlen, mit deren Hilfe man Vögel bestimmen und deren Rufe oder Stimmen analysieren lassen kann.

Am Freitag, dem 09. Mai 2025, wurden dann eine Stunde lang von 18-19 Uhr alle Vögel gezählt, die wir in unserem Gemeinschaftsgarten gesehen oder gehört haben und sicher bestimmen konnten. Wir zählten folgende Vogelarten: Amsel, Rotkehlchen, Ringeltaube, Blaumeise, Haussperling, Nebelkrähe und Zilpzalp sowie 9 Mauersegler flogen ihre Kreise über dem Annengarten.

Du möchtest auch mitmachen? Die nächste „Stunde der Gartenvögel“ findet vom 08.-10. Mai 2026 statt. Auch bei der „Stunde der Wintervögel“ vom 09.-11. Januar 2026 kannst du mitzählen. Und alles zur Teilnahme erfährst du hier.

Text: Ronja Puschmann

Einladung: AB IN DIE BEETE-FERTIG-LOS! am 25.05.25

Wir laden euch herzlich ein, mit uns unsere vorgezogenen Jungpflanzen in die Erde zu bringen.

Einige Kulturen wie Radieschen & Spinat haben wir schon direkt raus in die Beete gesät.

Anderes Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Kohlrabi und viele mehr haben wir auf unseren Fensterbänken Zuhause vorgezogen und sie warten noch darauf, in die Beete gepflanzt zu werden.

Dies wollen wir gemeinsam am 25.Mai 2025 tun und laden alle Interessierten dazu herzlich ein.

Nach getaner Arbeit lassen wir den Sonntag Nachmittag bei einem Mitbringbuffet im Annengarten ausklingen.

Falls du den Annengarten noch nicht kennst, führen wir dich gerne durch den Garten und beantworten all deine Fragen.

Komm ab 13 Uhr vorbei und bringe für dich bitte Gartenhandschuhe, Getränke, Teller & Besteck sowie Essen zum Teilen mit!

Wir freuen uns auf euch :)

Frühlingsfunken

Sonntag, 02. März 2025 ab 16 Uhr

Bei einem kleinen Lagerfeuer haben wir zusammen gequatscht, geschlemmt, uns an den Flammen gewärmt und auch die ein oder anderen Pläne für unser Gartenjahr geschmiedet.

Zwei Vertreterinnen der Löbtauer Runde haben auch im Annengarten vorbeigeschaut. So konnten wir uns über kommende Projekte und Veranstaltungen austauschen und ihnen einen kleinen Einblick geben, wie wir hier Gemüse anbauen.

Die Frühlingsboten sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. Krokusse und Schneeglöckchen geben unserem Garten gerade ein paar schöne violette und weiße Farbtupfer – während sich vor dem Garten die Rasenflächen auf dem Neuen Annenfriedhof in ein buntes „Meer“ aus Blüten verwandelt haben. Auch die erste Honigbiene hat das warme sonnige Wetter bereits in unseren Garten gelockt.

Text: Ronja Puschmann

Fotos: Ronja Puschmann, Karl Schlecht

Welcher Vogel hat hier gewohnt?

Arbeitseinsatz auf dem Neuen Annenfriedhof

– Vogelnistkästen säubern und Wege streuen

Gestern, am 15. Februar 2025, haben sich 6 Annengärtner*innen und der Freundeskreis der Annenfriedhöfe Dresden um 9:00 Uhr bei sonnigem Winterwetter zum etwa einstündigen Arbeitseinsatz auf dem Neuen Annenfriedhof getroffen. Auf dem Arbeitsplan standen: Nistkästen reinigen und Wege streuen.

Da es die Tage zuvor geschneit und gefroren hatte, war eine Arbeitsgruppe mit Schubkarre und Splitt unterwegs, um die Wege auf dem Friedhofsgelände zu streuen.

Ausgerüstet mit Leiter, Handfeger, Eimer und einer Karte mit den eingezeichneten Standorten der Nistkästen machten sich 2 Reinigungstrupps auf den Weg. Alle Nistkästen mussten kontrolliert werden, ob sich darin Nester aus dem Vorjahr befanden. Da sich Singvögel für jede Brut ein neues Nest bauen, wurden die alten Nester entfernt, die Kästen mit dem Handbesen schön ausgefegt und wieder verschlossen. Nun können in diesem Frühjahr wieder neue Vogelfamilien einziehen.

Nur ein Vogelhaus der insgesamt 10 kontrollierten Nistkästen war unbewohnt. Eins musste leider vorerst “vom Wohnungsmarkt genommen werden”, da es am Boden lag und nicht mehr angebracht werden konnte. Alle anderen waren voller Nistmaterial.

Das spannende bei der Putzaktion war, zu sehen, wie unterschiedlich die Nester aussehen. Denn anhand des Nistmaterials kann festgestellt werden, welche Vogelart hier als letztes Zuhause war. Die meisten Nester bestanden aus Moos, Halmen und Haaren: das typische Nistmaterial von Meisen. Dabei fanden wir ein kunterbuntes Nest mit verfilzten roten und orangenen Haaren, die eine kleine Mulde bildeten. Eins bewohnte wohl eine Kleiberfamilie, denn hier wurden fast nur Rindenstückchen zum Nestbau verwendet.

Welche Vögel ziehen wohl dieses Jahr ein?

Wir freuen uns auf die nächste Nistkastenreinigung :)

Text: Ronja Puschmann

Fotos: Jana Licht, Kati Schulze, Ronja Puschmann

Erntedankfest

Am Sonntag, dem 29.09.2024, feierten wir im Annengarten Löbtau Erntedankfest. Wir haben am meisten der Kartoffelernte entgegen gefiebert – wie wird die Ernte ausfallen? Eher üppig? Oder eher kleinere Kartoffeln wie zwei Jahre zuvor beim “Kartoffelturm-Versuch”? Und so haben wir zusammen ganz gespannt mit Spaten und Mistgabel die Kartoffeln ausgebuddelt. Und was sollen wir sagen? Wir haben uns über einen halben Korb voller großer Kartoffeln gefreut! Ein voller Erfolg :)

Danach waren wir in Erntelaune und haben geschaut, was der Garten noch so an erntereifem Gemüse für uns parat hatte. Schlangen-Kürbisse, Paprika, Auberginen, Wirsing-Kohl, Basilikum, Tomaten und Bohnen!

Ernten macht hungrig – beim leckeren Mitbringbuffet haben wir gemeinsam geschlemmt und gequatscht. Den Abend haben wir bei einem schönen Lagerfeuer ausklingen lassen. Und am Ende haben wir uns unsere Ernte geteilt – jede*r konnte sich etwas aussuchen.

Nun heißt es, den Garten winterfest zu machen. Hast du Lust mitzugärtnern? Dann melde dich gerne per Mail bei uns! Wir freuen uns auf Neulinge mit und ohne grünem Daumen ;)

Text: Ronja Puschmann

Großes Kino im kleinen Garten

„Film ab“ hieß es am 26.04.2024 in unserem Annengarten, als ein Filmteam vom MDR uns einen Besuch abstattete. Der Hauptgrund hierfür war, dass unser Gemeinschaftsgarten auf Friedhofsgelände liegt und damit ein Alleinstellungsmerkmal im Sendegebiet Mitteldeutschlands hat. So interessierte sich das Filmteam auch insbesondere dafür, inwiefern es für uns komisch sei, auf Friedhofsgelände zu gärtnern.

Für die geplanten Szenen pflanzten wir vor laufender Kamera Thymian und Kohlrabi, steckten Kartoffeln und naschten filmreif vom Grünkohl. Sie erfragten unsere Beweggründe für das gemeinschaftliche Gärtnern und erfuhren, dass wir auch auf dem Friedhof selbst aktiv sind, quasi als Gegenleistung für die kostenlose Pacht. Zu guter Letzt kreiste für Luftaufnahmen noch eine Drohne über unserem kleinen Gärtchen. Zu sehen sein wird das Ganze dann in der Sendung MDR Garten am 26.05. 2024.

Text: Judith Schubert

Saisonstart im Annengarten

Am 12. April 2024 starteten 15 Annengärtner:innen offiziell in die Gartensaison des Jahres! Gearbeitet wurde im Garten natürlich schon in den Wochen zuvor, allerdings öffneten wir an dem Freitag unsere Tore für alle Interessierten. Gemeinsam mit einigen Gästen, die den Saisonstart nutzten, um den Annengarten kennenzulernen, konnten wir die Frühjahrsertüchtigung des Gartens ein ganzes Stück voranbringen. Beete wurden weiter von Unkraut befreit und für die Aussaat bzw. Pflanzung vorbereit. Zum Beispiel die Rote Beete und der Rucola konnten so an ihren diesjährigen Platz im Garten ausgesät werden.

Aktuelles „Großprojekt“ ist der Bau und das Aufstellen eines Schaukastens, den wir an den Gartenzaun stellen werden, um die Nachbarschaft auf unseren Garten aufmerksam zu machen. Hier können wir dann die Gartenzeit bekannt machen oder auf Veranstaltungen unseres UFER Projekte e.V. hinweisen. Mit Einschlaghülsen konnten wir bereits die Pfosten im Boden versenken. In der nächsten Zeit werden wir daran den Kasten aufhängen und mit einem kleinen Dach versehen.

Außerdem haben wir unserem selbst gebastelten „Annengarten“-Schild einen neuen blauen Anstrich verpasst, den verstopften Hahn unseres Regenwassersammeltanks gereinigt und wir haben Löcher gebuddelt, um die Stecklinge der selbst vermehrten Johannisbeeren in die Erde zu bringen.

Stärkung für zwischendurch und danach gab es natürlich auch. Eine reiche Tafel mit verschiedenen süßen und herzhaften Sachen erwartete uns und unsere Gäste.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurde die Saison weiter geplant, geschwatzt und beraten…

Schaut zur nächsten Gartenzeit doch gern mal vorbei und lernt unseren Annengarten kennen!

Jeden Mittwoch und Freitag ab 16:00 Uhr sind unsere Tore geöffnet– wir freuen uns auf Euch!

Text: Daniel Matthes & Ronja Puschmann

Bau einer Sitzecke – Teil 1

Da wir im Gemeinschaftsgarten ja nicht nur gemeinsam ackern, sondern auch mal gemütlich zusammensitzen und quatschen wollen, planen wir eine Sitzecke einzurichten.

Dafür bietet sich im Garten wunderbar die Ecke an der Mauer an. Diese hat den Vorteil, dass im Sommer durch das angrenzende Wohnhaus recht schnell ein schattiger Platz vorhanden ist.

Der Platz wurde durch den Friedhof ursprünglich als Lagerplatz für etliche Steine genutzt. Daher hieß es für uns in den letzten Wochen – Steine schleppen.

Der Friedhof möchte die Steine gerne weiterverwenden. Daher wird uns regelmäßig ein leerer Anhänger auf´s Grundstück gestellt, welchen wir dann mit den Steinen befüllen und der später dann wieder abgeholt wird. Somit sind die Friedhofsgärtner nicht gezwungen in ihrer Arbeitszeit mühsam die Steine zu schleppen und wir haben den Vorteil, unabhängig von den Arbeitern unseren Platz von Steinen zu befreien – Win Win sozusagen.

Beim Freiräumen hat sich rausgestellt, dass eine Kröte die Steine ihr Zuhause nennt. Daher besteht aktuell erst einmal Baustopp. Die Kröte muss sich aber wohl gezwungener Maßen auf einen Umzug vorbereiten.

Um die Sitzecke gemütlich einzurichten, haben wir Holzpaletten vorgesehen. Da kam es uns ganz gelegen, dass die Saxonia Baustoffe an der Liststraße ausgesonderte Paletten kostenlos abgibt. So haben Christoph und ich dem Baustoffhandel einen Besuch abgestattet. Nachdem es hieß „hab mein Wage vollgelade“, sind wir in den Garten gefahren und haben die Paletten ausgeladen.

Nun kann es sozusagen losgehen mit dem Bau der Sitzecke!

Wir hoffen, dass trotz Ferienzeit, die Sitzecke bis zur nächsten Orgarunde, welche bei uns im Garten stattfindet, fertig zu stellen, um mit unseren Gästen auf den neuen Palettenmöbeln Platz nehmen zu können!