Workshop zu Mehrjährigen Pflanzen

Im Rahmen der Seitentriebe findet am Sonntag bei uns folgender Workshop statt, ab 13 Uhr:

Der Garten ist ja inzwischen schon in der 5. Saison, und so sind einige unserer ursprünglichen Pflanzungen nun über ihre Frühphase hinaus. Sie sind eingewachsen und gut angekommen.
Um verschiedene dieser Sträucher, Bäume und Stauden soll es am Sonntag gehen. Denn einmal etabliert, machen mehrjährige Pflanzen im Laufe der Zeit gar nicht mehr so viel Arbeit und können doch zahlreiche Funktionen erfüllen. Ob essbar oder heilsam, Bienenweide oder Biomassewunder – in diesem Workshop richten wir den Fokus auf alles, was verholzt, Knollen, Ausläufer oder Rhizome bildet und erkunden die vielfältigen Möglichkeiten, die uns mehrjährige Pflanzen bieten.
Unsere Gartenbar wird natürlich geöffnet sein, außerdem ist die Veranstaltung flankiert von einer neuen Ausstellung über Ökosystem-Dienstleistungen in der Stadt.
Wir freuen uns auf euch, bis dahin!

Wo die Wilden Gärtner wohnen

Diesen Sonntag ist ordenlich was los bei uns im Johannstädter Gemeinschaftsgarten – ab 10 Uhr lädt das Junge Gemüse alle kleinen und nicht so kleinen Gärtner zu einer Entdeckungsreise in den Garten ein, später dann gibt es noch Seitentriebe (s.o.). Viel Spaß wünschen die Wilden Gärtner, hier ihre Einladung:

Was kreucht und fleucht denn hier? Tiere in der Stadt? Was wächst denn da? Was blüht denn dort? Gemeinsam wollen wir mit euch den Gemeinschaftsgarten Johannstadt erkunden. Hier gibt es nämlich mehr zu sehen, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt. Mit Spiel, Spaß und Neugier lassen sich hier so einige Schätze finden.

Dieses Programm ist für Kinder von 6-12, aber auch Erwachsene werden etwas zum staunen finden!

Königsmord oder: „Wenn das Lernen von allen Seiten kommt & piekst“

Vor drei Monaten bin ich der Bienen AG des Gemeinschaftsgarten Johannstadt beigetreten, um mich neben der vielen organisatorischen Arbeit bei UFER mal wieder stärker praktisch zu betätigen. Seitdem habe ich viel gelernt – am allermeisten an diesem Dienstag:

20160316_161331Mitte März stellten wir fest, dass unsere beiden Bienenvölker noch nicht so aktiv mit Nektarsammeln und der Pflege neuer Brut beschäftigt waren, wie sie es üblicherweise um diese Jahreszeit sein könnten. Wir entschieden uns also dazu, ein wenig Honig vom letzten Jahr nachzufüttern, um ihnen zu helfen, wieder zu Kräften zu kommen.

Volkssterben in der Warré-Beute?
Letzte Woche mussten wir feststellen, dass eines der Völker – jenes in der sogenannten Warré-Beute – extrem dezimiert ist, keine neue Brut hat und viele Waben angeschimmelt sind oder sonstwie verdorben wirken. Einen Grund dafür konnten wir nicht wirklich identifizieren: Wir konnten keinen großen Befall durch Varroamilben oder sonstige Schädlinge erkennen.

Diesen Dienstag haben wir dann festgestellt, dass der Beutenboden voller frischer gelber und weißer Krümel ist, die letzte Woche noch nicht da waren. Erstere sind vermutlich abgeschrotete Zelldeckel vom Öffnen der Futterwaben und letztere vermutlich Wachsschuppen, was darauf hinweist, dass die Bienen neue Waben bauen. Leider aber ist die Königin verschwunden und da es deshalb auch keine Brut gibt, wird das Volk sich nicht mehr erholen können.

Uns bleibt also die Möglichkeit, die verbleibenden Bienen sterben zu lassen, oder zu versuchen, sie ins andere Volk zu integrieren. Letzteres ist jedoch bedenklich, weil sie Krankheiten übertragen können. Ersteres fällt uns natürlich schwer. Letztendlich liegt die Entscheidung beim anderen Bienenvolk: Sie können die am Flugloch bettelnden Nachbarbienen einlassen, oder ausstoßen. Um die Chancen zu erhöhen, würden wir die geschwächten Bienen vorher räuchern, bevor wir sie aus ihrem Stock werfen, sodass sie sich noch mit Honig vollpacken und damit einen höheren Wert für das Nachbarvolk haben. Selbst wenn sie dann durch die Einlasskontrolle kommen, heißt das aber noch nicht, dass sie keine Krankheiten einschleppen.

Was für eine aufwühlende Parallele zum Thema Flucht und Asyl! Da gibt es solche, die in ihrer Heimat keine Chance mehr haben und wir wollen ihnen gerne ein neues Zuhause geben. Aber kann das dort lebende Volk überhaupt damit umgehen? Und welche Anwärter erachtet es als wertvoll genug, um sie anzunehmen?

Königinnenmord in der Dadant-Beute?
20160405_170344-2Bevor wir uns an diese heikle Aktion machten, entschieden wir uns dazu, erstmal das andere Volk – in der sogenannten Dadant-Beute – zu begutachten. Hier fanden wir einigen Varroabefall, der das Volk aber nicht geschwächt hat: Es sammelt fleißig Nektar und hat viele Waben mit Brut gefüllt, aus der gerade nach und nach Drohnen schlüpfen, also die männlichen Bienen, die nur zur Befruchtung da sind.

Aber was ist das?
Scheinbar hat das Volk auch unzählige Weiselzellen angelegt – daraus werden mehrere potenzielle neue Königinnen schlüpfen, was das Volk wohl demnächst dazu verlassen wird, zu schwärmen, also auszuziehen und sich eine neue Bleibe zu suchen. Seit etwa dreißig Jahren ist dieses natürliche Verhalten der Bienen aber leider aussichtslos: Durch die industrielle Landwirtschaft hat sich die Varroamilbe extrem ausgebreitet. In freier Wildbahn würde sie das Volk innerhalb weniger Wochen dahinraffen.

20160405_160336Während wir diese Schlussfolgerung verdauen, zieht ein Gewitter auf – und der Bienenstock ist immer noch offen. Die Bienen werden nervös, wir werden nervös. Wir versuchen, die Weiselzellen zu öffnen, um die Königinnenbrut zu töten und damit das Schwärmen zu verhindern. Zwei Bienen krabbeln unter Petras Schutzhut. Beim Versuch, ihn auszuziehen, werden sie unsanft berührt und stechen daraufhin. Jetzt wird es kritisch. Die Bienen nehmen unsere Anspannung und die Stachelpheromone ihrer Kolleginnen wahr, stufen uns zunehmend als Bedrohung ein. Jane und Ulf werden mehrmals gestochen. Unter diesen Umständen müssen wir trotzdem die Waben untersuchen, pflegen und den Bienenstock vorsichtig genug wieder verschließen, um dabei möglichst keine Bienen zu verletzen.

Irgendwann ist es geschafft
Das Gewitter ist vorbeigezogen, der Stock wieder verschlossen – wir können unsere Stiche mit Tigerbalsam versorgen.

20160405_164500-2Ein Rähmchen mussten wir aber draußen lassen, weil es neben Drohnenbrut noch voller Weiselzellen zu sein schien. Jetzt stellt sich die Frage, was wir damit machen. Unterdessen nagen sich immer mehr Drohnen aus ihren Brutwaben und erblicken das Licht der Welt. Wir entscheiden uns, die Weiselzellen mit den darin wachsenden Maden nicht einfach zu zerstören, sondern sie noch einem Zweck zuzuführen – wir probieren, sie zu essen. Nach einigem Zögern schaffen wir es alle, uns eine in den Mund zu stecken. Sie haben die Konsistenz eines zwei Minuten gekochten Eies. Für Jane schmecken sie nach frisch gekeimtem Weizen, für mich nach Hefeflocken. Ulf entscheidet sich, die Wabe mit nach Hause zu nehmen.

Am Abend die überraschende Wendung
Die vermeintlichen Königs-Anwärterinnen, die wir getötet und gegessen haben, waren in Wirklichkeit nur die Brut einfacher Arbeiterbienen. Wir hätten sie also getrost drin lassen können und in Ruhe schlüpfen lassen müssen. Da haben wir einen schweren Irrtum begangen! Zum Glück ist Ulf – zum Zeitpunkt der überraschenden Erkenntnis noch im Garten (mit dem betreffenden Rähmchen), die meisten Brutzellen sind noch intakt und er kann sie wieder in den Stock einsetzen. Puuuh! Glück gehabt.

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Das Meiste dessen, was ich hier beschrieben und erklärt habe, habe ich vorher noch nie gesehen, geschweige denn jegliche Zusammenhänge verstanden. Für mich waren es also ein paar aufregende Stunden an diesem Dienstagnachmittag, hinterher war ich erstmal ziemlich fertig. Mein Verständnis über Bienenhaltung ist noch ein bisschen (wenn auch nicht viel) mehr gewachsen als Petras gestochene Unterlippe.
Wenn man so viel auf einmal lernt, dann steht man wohl in einem Bienenschwarm in einem Gemeinschaftsgarten.

 

auch in diesem Jahr: Brunch im Garten!

Ihr kennt es schon, ihr wart schonmal da, ihr kommt gern wieder – unser beliebter Gartenbrunch im Gemeinschaftsgarten Johannstadt geht ins nunmehr 4te Jahr. Betagt kommt er noch nicht daher, bis jetzt gab es jedes Mal wieder feines frisches Essen 🙂

Für dieses Jahr stehen schon alle Termine fest, zückt also eure Kalender und notiert euch folgende:

  • 07. Mai
  • 04. Juni
  • 02. Juli
  • 06. August
  • 03. September
  • 01. Oktober

Oder ihr merkt euch einfach den ersten Samstag jedes Monats, ab 11 Uhr und wie gewohnt selbstorganisiert – alle bringen ihr Lieblingsessen, den Kartoffelsalat von Oma oder die Reste der Hochzeitstorte mit. Auch eine Handvoll Brötchen und eine große Kanne Kaffee sind super. Wir stellen das lauschige Plätzchen, die nette Gesellschaft und die ganze Bandbreite von feinem Gartenduft bis frischen Gartenkräutern. Von den leckeren Beeren, die uns bald wieder erwarten, und der Hängematte für das Verdauungsnickerchen ganz zu schweigen.

Bis dahin, wir freuen uns auf euch!

Erstes Plenum zur Jahresplanung

Am Samstag geht die Saison für den Gemeinschaftsgarten Johannstadt dann auch so richtig los:

imgp3761Nachdem wir in den letzten Jahren mit unseren Planungswerkstätten oftmals den Rahmen sehr weit gespannt und den Fokus sehr auf große Träume und Ideen gerichtet hatten, haben wir uns diesmal für einen etwas kleineren, komplementären Ansatz entschieden. Vor 3 Wochen nämlich haben wir uns schon zu einer Baum- und Strauchschnitt-Aktion im Garten versammelt, um tatkräftig ins Jahr zu starten. Es war ein toller, leichtfüßiger und aktionsreicher Tag, den wir nun mit einer lockeren Zusammenkunft am jetzigen Samstag, den 27. Februar ergänzen wollen.
Wir treffen uns drinnen, in gemütlicher Atmosphäre, im Johannstädter Kulturtreff, um 14:30, bei Kaffee und Kuchen. Dort wollen wir die einfachen Dinge der kommenden Saison in den Fokus nehmen und uns auch ein bisschen auf sie zurückbesinnen. Wer gießt im Sommer, wollen wir unsere Terrasse aufbauen, wer erinnert die anderen ans Plenum und ist der Brunch noch zeitgemäß?
Mal schauen, wie das so wird. Eigentlich ganz einfach, und doch essentiell. Gemeinschaftsgärtnern eben.
klausur-dWenn ihr in dieser Gartensaison dabei sein wollt, dann kommt vorbei und bringt euch ein. Jetzt ist der Moment!

Bringt bitte 3 Stunden Zeit, einen kleinen Beitrag fürs Buffet und gute Laune mit 🙂

Bis dahin und viele Grüße

Imker*in gesucht

Liebe*r Bienenfreund*in,

Du möchtest schon lange wieder wesensgemäß imkern oder überhaupt erstmal die ersten Schritte wagen und der heiß ersehnte Imkernachwuchs werden?
Dann ist hier deine Chance!

Der Gemeinschaftsgarten Johannstadt hält seit drei Jahren mit viel Freude und Faszination Bienen. Inzwischen sind es zwei Völker (Buckfast und Apis mellifera), die von der Bienen AG über das Jahr wesensgemäß gepflegt, wenn möglich beerntet und – wenn es sich ergibt – auch interessierten BesucherInnen oder Gruppen zu Bildungszwecken gezeigt werden.

Doch trotz der Begeisterung für die summenden Mitbewohner/innen, ist die Bienen AG zu dem Schluss gekommen, dass sie, aufgrund ihrer Struktur und Fluktuation, den Bedürfnissen zweier Bienenvölker auf Dauer alleine nicht gerecht werden kann.

Ab Ende Februar/März suchen wir daher eine*n (auch gerne angehende*n) Imker*in, der*die sich vorstellen kann, die Hauptverantwortung für unsere zwei Völker zu übernehmen und gleichzeitig in Absprache mit den AGs des Gemeinschaftsgartens zu stehen, die die Bienen weiterhin mit unseren Workshopangeboten verknüpfen möchten.
Hier klicken, um mehr herauszufinden

Saison-Auftakte mannigfaltig

Es ist wieder etwas wärmer, die Sonne strahlt vorsichtig und in den Gärten geht es Schlag auf Schlag im Februar.

dscf0323Bevor wir nämlich am 27.02. unsere Johannstädter Saison gemeinsam beplanen und besprechen werden (dazu später mehr), wollen wir dieses Jahr den Auftakt mal anders als sonst gestalten:
mit einer Baumschnitt-Aktion diesen Sonntag, den 07. Februar.
Statt also viel zu reden geht es diesmal einfach los, mit frischem Schwung und vielen fleißigen Händen. So trifft es sich auch gut, nach dem Winter, beim Anpacken und Schnibbeln 🙂
Und obendrein gibt es was zu lernen zu Strauch- und Obstbaumschnitt sowie zum Baumklettern und sicherem Arbeiten in der Höhe.
Seid ihr daran interessiert und/oder wollt ihr die Johannstädter Gärtner kennen lernen? Dann kommt vorbei, am Sonntag ab 10:30, mit Handschuhen, einer Baumschere oder Kaffee und Brötchen!


Aber nicht nur bei uns, sondern auch in den anderen Gärten beginnt die Saison bald. Und da zum Gärtner gutes Saatgut echt nicht schlecht ist, lädt das Gartennetzwerk unter dem Motto Große Dinge haben kleine Anfänge  am Sonntag, den 21.Februar von 14-16 Uhr zu einer Saatguttauschbörse in der „Grünen Ecke“ am Bischofsplatz ein.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um die Sorten- und Geschmacksvielfalt zu erhalten und zu feiern, bei selbstgemachtem Kuchen und Getränken mit änderen Gärtnern ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.

Wenn ihr Saatgut übrig habt, die süßeste Tomate des letzten Jahres auch in anderen Gärten finden möchtet oder neue Sorten in eure Gemüse- und Blumensammlung aufnehmen wollt, dann kommt vorbei und tauscht mit Gleichgesinnten.
Auch diejenigen unter euch, die noch kein selber gesammeltes Saatgut anbieten können, sind ganz herzlich zu dieser Saatgut-Tauschbörse eingeladen. Hier könnt ihr euch einen Grundstock an Saatgut für euren Garten oder Balkon zulegen und könnt vielleicht im nächsten Jahr selber schon etwas tauschen.

Weitere Infos zum Ablauf, zu Ort und Zeit findet ihr hier.

An gleicher Stelle gibt es dann direkt im Anschluss endlich mal wieder ein offizielles GartenNetzwerk-Treffen in größerer Runde.
Denn in unserem Netzwerk ist im letzten Jahr viel passiert: der Golgi-Park in Hellerau und das Weltchen in Mickten haben sich gegründet, der „Hang zum Grünen“ in Coschütz hat sich neu formiert, mit dem Selbstversorgungsgarten in Tharandt und dem Perma-Mars in Marsdorf haben sich erstmals Projekte außerhalb des Stadtgebiets mit unserem Netzwerk verbunden,
in Coschütz hat sich der Exotische Gemeinschaftsgarten gegründet und in Gorbitz gibt es seit neuestem den Gemeinschaftsgarten Gorbitz.

Mittlerweile haben sich im Gartennetwerk also stattliche 19 Projekte zusammengefunden. So viele neue Gärten, so viele neue GärtnerInnen!
Daher wäre es für uns alle, interessant zu erfahren, wie das letzte Gartenjahr in den Projekten lief und welchen Herausforderungen im neuen Jahr anstehen.

Soweit. Das geht ja gut los.

Die Stadt ist unser Garten. Echt.

Wir sehen uns draußen.

Bienenfrühstück

An alle BienenfreundInnen,
der Gemeinschaftsgarten Johannstadt beherbergt schon seit einigen Jahren zwei fleißig sammelnde und brummende Bienenvölker und eine kleine aber konstante Gruppe von self-made ImkerInnen. Für das kommende Jahr würde es uns sehr freuen, wenn nicht nur die Bienen im Frühjahr wieder fleißig zu brüten anfangen, sondern auch die Imkergruppe ein bisschen Brut bekommt – sozusagen ;).
Wenn ihr Interesse habt und rausfinden wollt, wie das Engagement in der Bienengruppe und rund um den Bien aussieht, könnt ihr bei einem gemütlichen Frühstück am Sonntag, den 24.01., um 11 Uhr erfahren.

bienenggjoh_05_15Für euch bietet sich bei uns im Gemeinschaftsgarten die Gelegenheit, mit anderen zusammen das Imkern zu lernen, ohne gleich selbst allein vollverantwortlich zu sein. Habt ihr auf gemeinschaftliches Rumgesumme Lust und wollt gern die anderen Imker treffen, dann meldet euch bitte mit einer Mail an email hidden; JavaScript is required, ihr erfahrt so noch den genauen Ort des Geschehens.
Die Bienengruppe freut sich auf euch!

Klausur der UFER-Orga in Oberau

Auch dieses Jahr haben wir wie gewohnt begonnen – mit einer Klausurtagung der Orgagruppe, fernab von Alltagsstress und Gießaufgaben, wie üblich in einem eisekalten Haus weit außerhalb (in Oberau), drei Tage lang früh den Ofen anheizen, strategische Themen wälzen und feines Essen teilen.

Dabei konnten wir für das vergangene Jahr eine gute Bilanz ziehen: zu den 3 glücklichen Gärten gesellte sich mit dem neuen Gorbitzer Garten ein weiterer dazu, wir haben im Laufe des Jahres ca. 50 Veranstaltungen organisiert oder mitgestaltet, konnten zwei Preise gewinnen (den Publikumspreis der Stories of Change für das Gartennetzwerk sowie den Lions Club Preis der LA 21 für das Junge Gemüse), bei den Seitentrieben durften wir über die ganze Saison 500 Teilnehmer bei Praxisworkshops begrüßen, während sich insgesamt die von UFER getragenen Projekte zunehmend professionalisierten und wir daher inzwischen sogar mit einem Büro im Umweltzentrum sitzen.

Grundsätzlich auf einem guten Weg, so stehen auch in 2016 weitere spannende Herausforderungen und Aufgaben vor uns. So wollen wir u.a.:

  • den 5ten Geburtstag von UFER gebührend feiern, mit kleinen und auch großen Aktionen dazu
  • unsere (inzwischen durchaus umfangreiche) IT-Infrastruktur endlich selbst, solidarisch und nachhaltiger bestreiten
  • unsere Gärten weiterhin als Begegnungs-, Experimentier und Lernorte etablieren, ihr integratives Potential (in der Flüchtlingsarbeit) entfalten und Nachbarschaften stärker einbeziehen
  • unsere eigene Orga-Arbeit reflektieren und uns Supervision holen, Qualitätsmanagement stärken und für Praktikanten oder Freiwillige Mentoring anbieten
  • einen Film drehen
  • lokale Sponsoren und Förderer finden und unsere Öffentlichkeitsarbeit verbesseren
  • nicht nur in den Gärten selbst, sondern auch an Schulen und im öffentlichen Raum gärtnern und essbares Grün in die Stadt bringen
  • und werweißwasnochalles – vielleicht habt ihr ja weitere Garten- und Projektideen, die ihr mit uns verwirklichen wollt?

Es gibt viel zu tun. Eine andere Stadt ist pflanzbar!

Veröffentlicht unter UFER

Die Gärten sind bunt, das ganze Jahr!

In der Johannstadt wird ab Januar 2016 eine Erstaufnahmestelle eingerichtet. Höchstwahrscheinlich entsteht ein Containergebäude, in dem Menschen aus aller Welt untergebracht werden.

Zum Glück hat sich vor kurzem das Netzwerk „Willkommen in Johannstadt“ gegründet, in dem auch VertreterInnen aus den Gemeinschaftsgärten sitzen. Hier soll es darum gehen, die Menschen mit der Stadt vertraut zu machen, ihnen dabei zu helfen sich zu orienieren und willkommen zu fühlen.
Ja, wir als Gärten können auch einen Teil zur Willkommenskultur beitragen. In einigen Projekten wird das ja schon ganz selbstverständlich realisiert – sei es im Golgi-Park Hellerau oder bei den Internationalen Gärten und bald auch im Gemeinschaftsgarten Gorbitz.

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