Bönischgarten entsteht

Vielleicht hat der ein oder andere es ja schon gehört, der BönischGarten ist der „Neue“ bei UFER!


Unter dem Dach unseres Vereins ist der offene Gemeinschaftsgarten in der Johannstadt Nord zunächst als zweijährige Zwischennutzung für die Grünfläche BönischplatzOst (hinter dem Ärztehaus Bundschuhstraße/Konsum/Aldi Pfotenhauer Straße) angedacht.
Als AnwohnerInnen wollen wir die städtische Fläche nun beleben und als nutzbaren Raum für alle erfahrbar machen. Das heißt nicht nur gemeinsames Gärtnern, sondern auch Entspannung: mit neuen Sitzgelegenheiten wollen wir zum Verweilen einladen und ins Gespräch kommen.
Am Samstag, dem 22. April feierten wir unseren Auftakt: bei wechselndem Sonnenschein haben wir fleißig konstruiert, diskutiert und viel viel gebaut. Unter kompetenter Anleitung von Matze war der Tag ein voller Erfolg! Die zukünftigen BönischgärtnerInnen haben sich verschiedene Konstruktionen überlegt und kunstvoll umgesetzt, sodass nun schon drei schicke Palettenbänke und drei Hochbeete entstanden sind. Es war sehr lebendig und energisch auf der Fläche, auch die kleineren Teilnehmer haben gern und wirksam mitgewerkelt. Wir hatten alle echt eine Menge Spaß und freuen uns auf die Fortsetzungen.
Zum Bönischplatzfest, am 20. Mai dann wollen wir gemeinsam die Palettenwerke bunt gestalten und anschließend bepflanzen, sodass die Grünfläche und der Bönischgarten zum Blühen kommen!


Möglich geworden ist das Gartenprojekt dank der Stadtverwaltung Dresden, die die Grünfläche zur Verfügung stellt, und dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ mit dem Verfügungsfonds Nördliche Johannstadt, das den Auftakt fördert. Für unseren künftigen Wasseranschluss danken wir der VONOVIA im Vorhinein.

Workshop zu Mehrjährigen Pflanzen

Im Rahmen der Seitentriebe findet am Sonntag bei uns folgender Workshop statt, ab 13 Uhr:

Der Garten ist ja inzwischen schon in der 5. Saison, und so sind einige unserer ursprünglichen Pflanzungen nun über ihre Frühphase hinaus. Sie sind eingewachsen und gut angekommen.
Um verschiedene dieser Sträucher, Bäume und Stauden soll es am Sonntag gehen. Denn einmal etabliert, machen mehrjährige Pflanzen im Laufe der Zeit gar nicht mehr so viel Arbeit und können doch zahlreiche Funktionen erfüllen. Ob essbar oder heilsam, Bienenweide oder Biomassewunder – in diesem Workshop richten wir den Fokus auf alles, was verholzt, Knollen, Ausläufer oder Rhizome bildet und erkunden die vielfältigen Möglichkeiten, die uns mehrjährige Pflanzen bieten.
Unsere Gartenbar wird natürlich geöffnet sein, außerdem ist die Veranstaltung flankiert von einer neuen Ausstellung über Ökosystem-Dienstleistungen in der Stadt.
Wir freuen uns auf euch, bis dahin!

Wo die Wilden Gärtner wohnen

Diesen Sonntag ist ordenlich was los bei uns im Johannstädter Gemeinschaftsgarten – ab 10 Uhr lädt das Junge Gemüse alle kleinen und nicht so kleinen Gärtner zu einer Entdeckungsreise in den Garten ein, später dann gibt es noch Seitentriebe (s.o.). Viel Spaß wünschen die Wilden Gärtner, hier ihre Einladung:
Was kreucht und fleucht denn hier? Tiere in der Stadt? Was wächst denn da? Was blüht denn dort? Gemeinsam wollen wir mit euch den Gemeinschaftsgarten Johannstadt erkunden. Hier gibt es nämlich mehr zu sehen, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt. Mit Spiel, Spaß und Neugier lassen sich hier so einige Schätze finden.

Dieses Programm ist für Kinder von 6-12, aber auch Erwachsene werden etwas zum staunen finden!

Saison-Auftakte mannigfaltig

Es ist wieder etwas wärmer, die Sonne strahlt vorsichtig und in den Gärten geht es Schlag auf Schlag im Februar.

Bevor wir nämlich am 27.02. unsere Johannstädter Saison gemeinsam beplanen und besprechen werden (dazu später mehr), wollen wir dieses Jahr den Auftakt mal anders als sonst gestalten:
mit einer Baumschnitt-Aktion diesen Sonntag, den 07. Februar.
Statt also viel zu reden geht es diesmal einfach los, mit frischem Schwung und vielen fleißigen Händen. So trifft es sich auch gut, nach dem Winter, beim Anpacken und Schnibbeln 🙂
Und obendrein gibt es was zu lernen zu Strauch- und Obstbaumschnitt sowie zum Baumklettern und sicherem Arbeiten in der Höhe.
Seid ihr daran interessiert und/oder wollt ihr die Johannstädter Gärtner kennen lernen? Dann kommt vorbei, am Sonntag ab 10:30, mit Handschuhen, einer Baumschere oder Kaffee und Brötchen!


Aber nicht nur bei uns, sondern auch in den anderen Gärten beginnt die Saison bald. Und da zum Gärtner gutes Saatgut echt nicht schlecht ist, lädt das Gartennetzwerk unter dem Motto „Große Dinge haben kleine Anfänge“ am Sonntag, den 21.Februar von 14-16 Uhr zu einer Saatguttauschbörse in der „Grünen Ecke“ am Bischofsplatz ein.

„Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um die Sorten- und Geschmacksvielfalt zu erhalten und zu feiern, bei selbstgemachtem Kuchen und Getränken mit änderen Gärtnern ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.
Wenn ihr Saatgut übrig habt, die süßeste Tomate des letzten Jahres auch in anderen Gärten finden möchtet oder neue Sorten in eure Gemüse- und Blumensammlung aufnehmen wollt, dann kommt vorbei und tauscht mit Gleichgesinnten.
Auch diejenigen unter euch, die noch kein selber gesammeltes Saatgut anbieten können, sind ganz herzlich zu dieser Saatgut-Tauschbörse eingeladen. Hier könnt ihr euch einen Grundstock an Saatgut für euren Garten oder Balkon zulegen und könnt vielleicht im nächsten Jahr selber schon etwas tauschen.“

Weitere Infos zum Ablauf, zu Ort und Zeit findet ihr hier.

An gleicher Stelle gibt es dann direkt im Anschluss endlich mal wieder ein offizielles GartenNetzwerk-Treffen in größerer Runde.
Denn in unserem Netzwerk ist im letzten Jahr viel passiert: der Golgi-Park in Hellerau und das Weltchen in Mickten haben sich gegründet, der „Hang zum Grünen“ in Coschütz hat sich neu formiert, mit dem Selbstversorgungsgarten in Tharandt und dem Perma-Mars in Marsdorf haben sich erstmals Projekte außerhalb des Stadtgebiets mit unserem Netzwerk verbunden,
in Coschütz hat sich der Exotische Gemeinschaftsgarten gegründet und in Gorbitz gibt es seit neuestem den Gemeinschaftsgarten Gorbitz.

Mittlerweile haben sich im Gartennetzwerk also stattliche 19 Projekte zusammengefunden. So viele neue Gärten, so viele neue GärtnerInnen!
Daher wäre es für uns alle, interessant zu erfahren, wie das letzte Gartenjahr in den Projekten lief und welchen Herausforderungen im neuen Jahr anstehen.

Soweit. Das geht ja gut los.

Die Stadt ist unser Garten. Echt.

Wir sehen uns draußen.

Klausur der UFER-Orga in Oberau

Auch dieses Jahr haben wir wie gewohnt begonnen – mit einer Klausurtagung der Orgagruppe, fernab von Alltagsstress und Gießaufgaben, wie üblich in einem eisekalten Haus weit außerhalb (in Oberau), drei Tage lang früh den Ofen anheizen, strategische Themen wälzen und feines Essen teilen.

Dabei konnten wir für das vergangene Jahr eine gute Bilanz ziehen: zu den 3 glücklichen Gärten gesellte sich mit dem neuen Gorbitzer Garten ein weiterer dazu, wir haben im Laufe des Jahres ca. 50 Veranstaltungen organisiert oder mitgestaltet, konnten zwei Preise gewinnen (den Publikumspreis der Stories of Change für das Gartennetzwerk sowie den Lions Club Preis der LA 21 für das Junge Gemüse), bei den Seitentrieben durften wir über die ganze Saison 500 Teilnehmer bei Praxisworkshops begrüßen, während sich insgesamt die von UFER getragenen Projekte zunehmend professionalisierten und wir daher inzwischen sogar mit einem Büro im Umweltzentrum sitzen.

Grundsätzlich auf einem guten Weg, so stehen auch in 2016 weitere spannende Herausforderungen und Aufgaben vor uns. So wollen wir u.a.:

  • den 5ten Geburtstag von UFER gebührend feiern, mit kleinen und auch großen Aktionen dazu
  • unsere (inzwischen durchaus umfangreiche) IT-Infrastruktur endlich selbst, solidarisch und nachhaltiger bestreiten
  • unsere Gärten weiterhin als Begegnungs-, Experimentier und Lernorte etablieren, ihr integratives Potential (in der Flüchtlingsarbeit) entfalten und Nachbarschaften stärker einbeziehen
  • unsere eigene Orga-Arbeit reflektieren und uns Supervision holen, Qualitätsmanagement stärken und für Praktikanten oder Freiwillige Mentoring anbieten
  • einen Film drehen
  • lokale Sponsoren und Förderer finden und unsere Öffentlichkeitsarbeit verbesseren
  • nicht nur in den Gärten selbst, sondern auch an Schulen und im öffentlichen Raum gärtnern und essbares Grün in die Stadt bringen
  • und werweißwasnochalles – vielleicht habt ihr ja weitere Garten- und Projektideen, die ihr mit uns verwirklichen wollt?

Es gibt viel zu tun. Eine andere Stadt ist pflanzbar!

Der Gemeinschafts­garten Gorbitz schlägt Wurzeln

Wir dürfen einen neuen Garten bei UFER begrüßen – den Gorbitzer Gemeinschaftsgarten. Julia stellt ihn hier vor:

Was bisher geschah – Ein Dankeschön!

Was lange währt, wird endlich gut! Seit der Gründung unserer Initiative zur Gründung eines Gemeinschaftsggartens im Stadtteil Gorbitz im November 2014 ist viel passiert.

Wir hatten im Januar 2015 eine Informationsveranstaltung im Quartiersmanagement Gorbitz und im Sommer einen Stand auf dem Gorbitzer Westhangfest, wodurch wir mehr Menschen für diese Idee gewinnen konnten. Die Resonanz auf einen Gemeinschaftsgarten im Stadtteil war durchweg positiv und wir haben viel Unterstützung und Zuspruch erfahren durch die Anwohner, das Quartiersmanagement Gorbitz, den Verein Omse e.V., die Kirchgemeinden in Dresden-West und durch Mitarbeiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, des Stadtplanungsamtes und des Umweltamtes. Auf verschiedene Angebote und Hinweise hin hatten wir uns danach längere Zeit mit der Suche nach einer geeigneten Fläche in Gorbitz befasst, was manchmal etwas zermürbend war. Dafür hatten wir Zeit, um uns als neue Gartengruppe erstmal kennen zulernen.

gggorbitzSeit Oktober ist nun klar, dass wir den alten Schulgarten der Laborschule des Omse e.V. auf der Espenstraße 3 für die nächsten fünf Jahre nutzen können. Die Schule hatte sich einen neuen Schulgarten geschaffen, der alte Garten blieb bisher größtenteils ungenutzt, was sich zu unserer Freude jetzt geändert hat.

Organisatorisch sind wir offiziell Mitte November das vierte Gartenprojekt des Vereins UFER-Projekte Dresden e.V. geworden. UFER-Projekte Dresden e.V. hat uns von Anfang an unterstützt und beraten und uns damit die ersten ungewohnten Schritte in der Gründungphase eines Gemeinschaftsgarten enorm erleichtert. Ein herzliches Dankeschön von uns dafür! Wir sind außerdem im Gartennetzwerk Dresden organisiert und mit den Netzwerken Gorbitz International und Willkommen in Löbtau verbunden und erhalten Kontakte sowie Unterstützung durch diese Netzwerke.

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Seitentriebe-Abschluss für 2015

seitentriebe-web-2015So richtig winterlich ist es noch nicht, aber zumindest die Tage werden kürzer, die Saison ist vorbei. Auch in diesem Jahr konnten wir in schöner Regelmäßigkeit spannende Workshops und Veranstaltungen im Rahmen der Seitentriebe anbieten. Aber auch diese kommen zu einem Ende, wenigstens in diesem Jahr.

Daher heißt diesen Samstag ein letztes Mal:
Herzlich Willkommen zu den Seitentrieben 2015 – zu unserer Abschlussveranstaltung, draußen bei Perma-Mars.

Streuobst

Und zwar wie es sich gehört, natürlich mit einer Pflanzaktion. Denn dort soll in Zukunft eine Solidarische Obstwirtschaft entstehen, für die wir zahlreiche Obstbäume fachgerecht in die Erde bringen werden. Ab 10 Uhr geht es los mit einer kleinen Einführung und Anleitung, anschließend beginnt das Pflanzen. Ein Mittagessen gibt es auch, und wer erst 13 Uhr dazustoßen kann oder möchte, kann dies unbesorgt tun, da zu dieser Zeit ein weiterer Fachinput geplant ist.

Anschließend klingt der Tag aus, bei einem gemeinsamen Lagerfeuer sind wir gespannt, eure Gedanken und Ideen zu den Seitentrieben zu hören. Waren es ja schließlich wieder 15 Veranstaltungen übers Jahr, die wir mit viel Hingabe, Sorgfalt und Freude organisiert haben. Die Abendstunden gestalten sich deshalb feierlich, Getränke und Musik gibt es auf jeden Fall.

Also: Samstag, 14.11., 10 Uhr
Marsdorfer Hauptstraße 71, 01108 Dresden,
wir freuen uns auf euch.

Oh, und falls ihr nicht kommen könnt und das hier lest: bitte gebt uns Rückmeldungen, Lob oder Kritik, Überweisungschecks oder Angebote, auf dass die Seitentriebe im nächsten Jahr noch ein bisschen besser werden können. Da sind wir auf euch angewiesen und unheimlich neugierig auf eure Perspektive. Schreibt uns: email hidden; JavaScript is required

Möbelbau: Leipziger Kiste nach Dresdner Art

leipzigerkisteGemeinsame Sache machen
Offene Werkstätten und Urbane Gärten gehen eher ihre eigenen Wege und arbeiten noch nicht so gut zusammen, wie sie es vielleicht könnten. Dabei gibt es in vielen größeren Städten sowohl Urbane Gärten als auch Offene Werkstätten.
Und die haben mehr gemeinsame Interessen, als man erstmal denkt.

Wir bieten deshalb einen dreitägiger Workshop zur Vernetzung von gärtnerisch und handwerklich arbeitenden Menschen.
Vom 05. – 07. November im #Rosenwerk zu Dresden, im Rahmen des Festivals der Offenen Werkstätten.

Geplant ist die Anfertigung von 15 „Leipziger Kisten“ aus hochwertigem, langlebigem und einheimischem Hartnadelholz in der Holzwerkstatt. Begleitend gibt es Snacks, Drinks, Infos und Diskussionen in der Gartenlounge.

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Wichtig! – Zukunft des Aprikosengarten unklar

Liebe Leser, liebe Gärtner und Freunde des städtischen Gärtnerns,

seit wir vor mehr als 4 Jahren angefangen haben, in der Johannstadt einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen, gibt es auf der anderen Elbseite ein Projekt, das zwar ganz anders und doch sehr ähnlich beschaffen ist:
Der Aprikosengarten, der Pieschener MehrGenerationenGarten für Alle, hat ebenfalls eine stete Entwicklung genommen, konnte sich in den letzten Jahren im Stadtteil etablieren und ist zu einem Ort geworden, der mehr ist, als nur noch unbebautes Land: Ein Ort der Begegnung, des wirklichen Miteinander, der Offenheit.

aprikosen above
Ich war selbst oft da, mal zur Gartenzeit, mal um gemeinsame Projekte zu planen und immer wieder, um tolle Feste und Veranstaltungen zu besuchen. Beeindruckend ist für mich neben der einmaligen landschaftlichen Gestaltung und gärtnerischen Produktivität vor allem die Verschiedenheit der Menschen: Alte und junge, stille und nicht so stille Menschen, Suchende und Findende – sie alle kommen miteinander aus, ja tatsächlich kommen sie an, miteinander und zu wirklichem Austausch. Nicht nur Leben-Lassen und Respekt als Lippenbekennnis – Nein! Im Aprikosengarten konnte ich selbst als Außenstehender erleben, wie das Projekt Menschen eint und sie sich aufeinander einlassen, bei aller Andersartigkeit und Verschiedenheit. Immer mal mit Reibung, mit Schwierigkeiten, mit Herausforderungen. Natürlich. Aber auch immer herzlich. Reibung erzeugt ja bekanntlich Wärme.
Und so konnten alle diese Menschen, die Aprikosengärtner, den Garten zu einem Ort machen, den Anwohner besuchen, der Kinder und Jugendliche begeistert, der Ruhe bietet und auch Anregung, an dem Workshops stattfinden und friedliche Feste. Immer wieder.

Jetzt allerdings wissen sie nicht recht, wie weiter.
Denn es gibt Bebauungs- und andere Pläne. Wie genaue diese aussehen, ändert sich scheinbar öfter als die Aprikosengärtner auch nur informiert werden. Den aktuellen Stand, das Befinden und die Perspektive des Aprikosengartens, all das ist hier in einem offen Brief dokumentiert. Und hier auch nochmal ganz persönlich unterlegt.
Bitte schaut euch diese beiden Texte an, erzählt euren Bekannten, Stadträten, Chefs oder befreundeten Redakteuren, was da gerade passiert. Macht euch ein Bild vor Ort oder meldet euch direkt bei den Aprikosengärtnern.

Da ist ein Projekt, mit europäischen EFRE-Fördermitteln und in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt begründet, durch unglaubliches Engagement hineingewachsen in den Stadtteil und die Herzen der Nutzer – welches angesichts der aktuellen Planungen weitgehend im Unklaren gelassen, fast ignoriert und subtil überplant wird.
Da ist eine Geschichte, die nicht ungehört bleiben sollte.
Erzählt sie weiter, auf dass sie anders fortgeschrieben werden möge!

Umundu-Festival 2015 – Boden

Vom 15. bis 23. Oktober findet das 7. Umundu-Festival für global nachhaltigen Konsum in Dresden statt.
Da wir mit unseren Gärten und Aktiven auch dieses Jahr wieder in den verschiedensten Formen vertreten sind, hat Julia hier nochmal eine wunderbare Einleitung verfasst und diverse Highlights aus dem Programm herausgesucht.
Dieses Jahr geht es um eine der Grundlagen allen Lebens, die wir schnell übersehen oder gar mit Füßen treten: Den Boden. Warum Böden unsere Aufmerksamkeit brauchen, wird schnell klar. Böden sind Basis des Lebens. Sie liefern unsere Nahrung, reinigen und speichern Wasser, regulieren das regionale und globale Klima, sind Lebensraum und Ort fantastischer ökologischer Vielfalt.

Wir behandeln den Boden aber meistens wie Dreck. Durch unangepasste landwirtschaftliche Nutzung, Versiegelung oder Verschmutzung verlieren wir weltweit in jeder Minute Böden der Größe von etwa 30 Fußballfeldern. Dabei ist der Boden endlich und der beständig wachsende Hunger nach fruchtbarem Land schürt weltweite Konflikte um den Zugang zu einer schwindenden Ressource.

Im Internationalen Jahr des Bodens möchten das Umundu-Festival herausfinden, was Böden sind und welche Rolle sie für eine nachhaltige Entwicklung spielen. Die Themenschwerpunkte des Festivals sind Bodenwissen, Stadt-Land-Boden, Agrikulturen sowie Konsum und Boden. Dabei stellen wir uns den Fragen:

Wie können wir Böden schützen und erhalten?

Welche politischen Rahmenbedingungen braucht es?

Was können wir selbst als Verbraucher und Bürger im Alltag tun?

Gemeinsam mit Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen soll diskutiert werden, warum unser Boden gefährdet ist, welche Lösungsansätze es bereits gibt und was wir davon praktisch selbst ausprobieren können.

Das komplette Programm zum Umundu-Symposium und der Festivalwoche findet Ihr hier: Festivalwoche
Umundu Festivalprogramm
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Fermentations-Workshop im Garten

food-headerAm Samstag findet mal wieder ein spannender Seitentriebe-Workshop statt.
Denn wenns so heiß ist, dann freuen sich manche Mikroorganismen sehr, wachsen unter gewissen Bedingungen recht eifrig und so dauert es gar nicht lang, bis man sich mit einer wunderbar frischen, selbstgemachten Limonade erfrischen kann.
Was es dafür braucht, wie ihr das anstellen könnt und was sich noch so alles fermentieren lässt – das gibts am Samstag ab 13 Uhr bei uns im Gemeinschaftsgarten Johannstadt.

Versauern – eine neue Sicht auf Schimmel & Vergorenes
Lebendiges Essen – die aufregende Welt der Mikroorganismen! Wir probieren gemeinsam aus, wie Ihr ganz einfach fermentieren und so Eure Lebensmittel gesünder, leckerer und haltbarer machen könnt. Von Kombucha über Käse bis Kim-Chi – wir zeigen vielfältige Möglichkeiten, grundlegende Prinzipien und bringen Euch natürlich so einiges zum Kosten mit.

Seid herzlich eingeladen, bis dahin 🙂

Kochen mit geflüchteten Menschen, und allen anderen

Seit Januar organisiert die Initiative „Refugees Welcome Cooking Actions“ an verschiedenen Orten in Dresden (mittlerweile 13) Mitmach-Koch-Veranstaltungen, deren Fokus die Begegnung von Menschen im Kontext von Migration und Flucht ist. In der Regel kommen dabei zwischen 50 bis 200 Menschen zusammen und es scheint, dass diese Veranstaltungen gut tun, nicht nur als Flüchtlingshilfe und Angebot, sondern auch als offene Begegnungs- und Beziehungsmöglichkeit von Menschen.

Wir freuen uns, dass am 01. Juli ab 17 Uhr auch bei uns im Garten eine Kochaktion stattfindet, zu der wir alle Menschen, insbesondere Geflüchtete, einladen möchten, mit uns zusammen zu kochen, zu spielen und sich gegenseitig kennenzulernen und einen tollen Abend zu verbringen.

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Gärten als Fluchtpunkte – World Café

Für Kurzentschlossene gibt es am heutigen Dienstag ab 18 Uhr im Umweltzentrum die Möglichkeit, gemeinsam mit uns, mit anderen Gemeinschafts- und Kleingärtnern, Migrant_innen und Vertretern von Politik und Stadtverwaltung herausfordernden Fragen nachzugehen:

Welchen Beitrag können Urbane Gärten und Kleingärten zur Integration von Flüchtlingen in das Leben der Stadt leisten? Welche Hürden gibt es für Menschen aus anderen Ländern, in einem der Dresdner Gärten mitzumachen? Wie lassen sich diese abbauen?

Zunächst wird Najeha Abid, die den ersten Interkulturellen Gartens Deutschlands in Göttingen mitgegründet hat, in das Thema einführen, dann wenden wir uns einander und möglichen Antworten in entspannter Caféhaus-Atmosphäre zu. Seid herzlich eingeladen, euch zu beteiligen – heute abend, ab 18Uhr im Umweltzentrum Dresden, Schützengasse 16/18. Bis dahin!

UFER hilft beim klug-Scheißen

Zwei UFERianer haben sich kürzlich vor den Toren Dresdens betätigt:

Tobias und Sebastian hielten einen Kompostklo-Workshop, bei der Solidarischen Landwirtschaft deinHof, ein ganzes Wochenende lang, das auch problemlos unter dem freundlichen Motto „Klug scheißen“ hätte stehen können. Denn schließlich ist das Schaffen gelungener Kreisläufe mittels Trockentrenntoiletten eine ziemlich schlaue Sache und dazu gibt es natürlich viel zu erzählen. Wie das gemeint ist und was da los war, könnt ihr an gleich zwei Stellen nachlesen:

auf dem Blog von deinHof (Klick!),
sowie den Bericht einer Teilnehmerin vom Hang zum Grünen (Klick!)

Solltet ihr ebenfalls Interesse haben, meldet euch gern bei uns.

Seitentriebe wachsen ganz hervorragend

Die Seitentriebe, unsere Veranstaltungsreihe im Gartennetzwerk, sind im übrigen bisher großartig angelaufen. Nach der Auftakt-Fahrradtour folgte ein ganzer Sonntag zu Permakultur, hier bei uns im Garten, mit Workshops und anschließenden Open-Air-Kino. Die Woche drauf gab es dann die traditionelle Pflanzentauschbörse im Aprikosengarten, die wie immer Leckerbissen und Liebhaber-Sorten zu bieten wusste. Und gerade am Wochenende zeigte Volker im Apfelgarten die Kunst des Veredelns.

Es geht Schlag auf Schlag, nächste Woche mit einer Wildkräuterwanderung durch Gorbitz zum Beispiel. Wollt ihr auf dem Laufenden bleiben oder nochmal nachlesen, wie es bisher so war: wir veröffentlichen regelmäßig topaktuelle Berichte und wunderbare Fotos zu den Workshops. Alternativ gibt es da seit neuestem sogar eine Facebook-Seite. So oder so, es lohnt sich, reinzuschauen 🙂

Bleibt dran, bevor sie euch entwachsen!

 

Seitentriebe-Auftakt und Programm

Seit letzten Sonntag bei strahlendem Sonnenschein 35 Interessierte auf Drahteseln durch die Stadt radelten, von Garten zu Garten, können wir offiziell verkünden, dass die Seitentriebe auch in 2015 wieder erfolgreich sprießen!

Das Programm ist nämlich inzwischen in Sack und Tüten, Fördermittel-Zusagen kommen auch peu a peu und die Öffentlichkeitsarbeit ist in gutem Schwung.
Und obendrein finden wir uns mirnichtsdirnichts schon zwischen den ersten Veranstaltungen: gerade noch die Radtour, so ist am Sonntag schon Permakultur-Workshop (s.o.) und nächstes Wochenende lädt der Aprikosengarten zur beliebten Pflanzentauschbörse ein. Und viele weitere folgen noch…

Wenn ihr also Lust habt, dann schaut auf www.seitentriebe.de vorbei, stöbert dort durch das Programm (oder die pdf), sagt euren Freunden Bescheid, besucht unsere Facebook-Seite oder unterstützt unsere Arbeit mit einer Spende.
Neuigkeiten, Berichte und Fotos werden regelmäßig hier veröffentlicht, watch this space.

Wir wünschen euch viel Spaß und hoffen, euch beim ein oder anderen interessanten Workshop in den Gemeinschaftsgärten Dresdens anzutreffen.